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'Wir müssen gewinnen'

FCB gegen Bordeaux unter Zugzwang

Es ist erst der vierte Spieltag in der Champions League, doch schon Anfang November steht der FC Bayern vor seinem ersten Endspiel in dieser Saison. Am Dienstagabend gastiert der französische Champion Girondins Bordeaux in der ausverkauften Allianz Arena, und für die Gastgeber zählt nur ein Sieg. „Ein Klub wie der FC Bayern muss immer gewinnen. Das gelingt nicht immer, aber morgen Abend müssen wir gewinnen. Wir wollen weiterkommen“, sagte Trainer Louis van Gaal am Montag.

„Wir wissen, um was es für uns geht. Wir müssen die beiden nächsten Heimspiele in der Champions League gewinnen“, sagte Schlussmann Jörg Butt. Nach der Vorrunde belegen die Bayern in ihrer Gruppe mit derzeit vier Punkten nur Platz drei. Spitzenreiter ist Bordeaux mit sieben Zählern vor Juventus Turin (5). Nur Maccabi Haifa (0) scheint im Kampf um die ersten beiden Plätze, die zur Teilnahme am Achtelfinale berechtigen, ohne Chance zu sein, könnte aber noch das Zünglein an der Waage werden. Die Israelis kommen am 25.11. nach München und empfangen noch Juve und Bordeaux zuhause.

„Ein bisschen nervös“ sei er vor diesem Spiel, ließ Manager Uli Hoeneß am Samstag nach der Nullnummer der Bayern beim VfB Stuttgart wissen: „Ohne Wenn und Aber: wir müssen am Dienstag gewinnen.“ Auch bei Van Gaal und seinen Spielern war am Tag vor dem Spiel eine gewisse Anspannung spürbar. „Druck gehört dazu. Deswegen liebt man es, in der Champions League zu spielen“, sagte Kapitän Mark van Bommel: „Aber spätestens wenn der Schiedsrichter anpfeift, ist das alles weg.“

Van Bommel baut dabei auch auf die Unterstützung der Fans. „Das Publikum muss uns helfen. So, wie wir es gegen Real Madrid zusammen gemacht haben, können wir das auch morgen machen“, sagte der 32-Jährige in Erinnerung an das Achtelfinale die „Könglichen" im März 2007. Damals hatten die Bayern das Hinspiel mit 2:3 verloren und zogen dank der Auswärtstorregel durch ein 2:1 im „Hexenkessel“ Allianz Arena in das Viertelfinale ein.

Im Hinblick auf das Weiterkommen wollen die Bayern gegen Bordeaux nicht nur gewinnen, sondern auch den direkten Vergleich für sich entscheiden. Deswegen war Van Gaal auch froh, dass das Hinspiel nur knapp mit 1:2 verloren ging - trotz zweier Platzverweise und zwei Elfmetern für die Franzosen in der zweiten Hälfte. Schon mit einem 1:0-Sieg oder jedem anderen Erfolg mit zwei Toren Unterschied würden die Bayern bei Punktgleichheit mit Bordeaux vorne liegen. Ein Powerplay des FCB-Teams vom Anpfiff weg scheint daher eher unwahrscheinlich. „Wir müssen schlau spielen“, sagte Van Bommel.

Dass die Partie bei Girondins, das mit einem Sieg in München schon sicher im Achtelfinale stehen würde, nur knapp verloren ging, lag vor allem auch an „Elfmeter-Killer" Butt. „Wir sollten es vermeiden, so viele Standardsituationen und Eckbälle wie im Hinspiel zuzulassen“, mahnte der Torwart-Routinier zu mehr Vorsicht in den Zweikämpfen. Denn bei ruhenden Bällen ist Bordeaux besonders gefährlich. Alle vier bisherigen Treffer der Franzose in der „Königsklasse“ kamen nach Freistößen oder Eckbällen zustande.

Definitiv ändern muss Van Gaal seine Startelf gegenüber der Partie vor zwei Wochen in Bordeaux. Thomas Müller und Daniel van Buyten, zwei der besten Akteure der vergangenen Wochen, fehlen bekanntlich gesperrt. Van Gaal ist dennoch optimistisch: „Wir haben die Spieler, um zu gewinnen. Und ich habe Vertrauen, dass wir das schaffen. Es liegt in unserer eigenen Hand.“

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