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Beeindruckende Zahlen

FCB zum 17. Mal in Folge profitabel

Sportlich verlief die Saison 2008/09 für den FC Bayern nicht nach Wunsch, wirtschaftlich kann der deutsche Rekordmeister jedoch einmal mehr auf ein sehr gutes Jahr zurückblicken. Trotz einer Spielzeit ohne Titelgewinn, weltweiter Finanzkrise und globaler Rezession konnte der FCB im zurückliegenden Geschäftsjahr (01. Juli 2008 bis 30. Juni 2009) erneut beeindruckende Finanzzahlen vermelden und damit auch im 17. Jahr hintereinander profitabel wirtschaften.

„Ich glaube, man kann mit Fug und Recht sagen, dass wir vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Verhältnisse in dieser Zeit sehr zufrieden sein dürfen“, sagte Vorstand Karl Hopfner am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung, als er vor 4.741 anwesenden Mitgliedern in der Messehalle C1 der Messe München International die Bilanzzahlen des Geschäftsjahres vortrug.

Der Umsatz der FC Bayern München AG nahm mit 268,7 Millionen Euro gegenüber der Rekordmarke aus dem Vorjahr (286,8 Millionen Euro) zwar leicht ab, dafür konnte aber der Gewinn nach Steuern um knapp 20 Prozent auf 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) gesteigert werden. Das operative Ergebnis (Ebitda) weist 45,0 Millionen Euro (Vorjahr: 42,0 Millionen Euro) aus, das Eigenkapital der FC Bayern München AG beträgt 177,5 Millionen Euro (Vorjahr: 176,0 Millionen Euro).

Ähnlich verhält es sich beim das Ergebnis des Konzerns FC Bayern München AG (Konsolidiert FC Bayern München AG und Allianz Arena München Stadion GmbH). Der Gewinn ist identisch mit dem der FC Bayern München AG (2,5 Millionen Euro nach Steuern, Vorjahr 2,1 Millionen), der Umsatz beläuft sich auf 303,8 Millionen Euro (Vorjahr: 328,4 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (Ebitda) weist 65,5 Millionen Euro (Vorjahr: 75,4 Mio. Euro) aus.

Dass nicht nur Konzern und AG von den Rekordzahlen profitieren, sondern auch das Gemeinwesen, davon zeugt das Steueraufkommen des FC Bayern im zurückliegenden Geschäftsjahr. Insgesamt wurden 90,5 Millionen Euro an Kommunen, Land und Bund abgeführt, das entspricht rund einem Drittel der Einnahmen. „Diese Zahl zeigt, was der FC Bayern für das Gemeinwohl tut“, sagte Hopfner.

Zufriedenstellend fiel auch der Finanzbericht des FC Bayern München e.V. aus, den Prof. Dr. Fritz Scherer vortrug. „Das Ergebnis ist erfreulich“, sagte der Vizepräsident angesichts von rund 940.000 Euro Gewinn. „Unser Verein ist wirtschaftlich ein gesunder Verein, dem Verein geht es gut.“ Dies gilt auch für die Mitgliederzahlen, die für weitere Bestmarken sorgten. Insgesamt zählte der FC Bayern zum Bilanz-Stichtag am 30. Juni 2009 151.229 Mitglieder (Vorjahr: 147.072), die Anzahl der Fanklubs stieg von 2.437 auf 2.535 mit 181.688 Fanklubmitgliedern (Vorjahr: 176.976).

Neuer Anteilseigner

Nach Verkündung der erneut beeindruckenden Bilanzkennziffern berichtete Hopfner vom Einstieg der Audi AG beim FC Bayern. Der Autobauer aus Ingolstadt erwirbt für den Kaufpreis von 90 Millionen Euro insgesamt 9,09 Prozent an der FC Bayern München AG. Audi bezahlt diese 90 Millionen Euro in drei Tranchen. Die letzte dieser drei Tranchen soll vereinbarungsgemäß am 31. März 2011 geleistet werden. Nach dieser letzten Tranche und einer damit einhergehenden Kapitalerhöhung von heute 25 Mio Euro auf dann 27,5 Millionen Euro sieht die Aktionärsstruktur an der FC Bayern München AG wie folgt aus: Der FC Bayern München e.V. hält dann 81,82 Prozent, Audi 9,09 Prozent und adidas ebenfalls 9,09 Prozent.

„Wir werden große Teile des finanziellen Zuflusses in die Tilgung der Allianz Arena stecken, so dass wir wesentlich früher als ursprünglich geplant ein schuldenfreies Stadion haben werden“, kündigte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge die Investition der generierten Summen an.

„Auch in der laufenden Saison werden wir ein positives operatives Ergebnis erzielen“, kündigte Hopfner an. Wie dieses zu Buche schlägt, hänge aber vom Abschneiden der Profimannschaft in der Bundesliga und im Europapokal ab. Dem als Manager scheidenden Uli Hoeneß ist für die Zukunft seines Vereins aber nicht bange. „Es mir auch sehr wichtig, den Verein wirtschaftlich in einem guten Zustand zu überlassen. Die Basis für die Zukunft ist geschaffen und damit bin ich sehr zufrieden.“

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