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Beckenbauer Ehrenpräsident

Hoeneß neuer Bayern-Präsident

Uli Hoeneß ist neuer Präsident des FC Bayern! Mit einem überwältigenden Wahlergebnis von 99,3 Prozent wurde der 57-Jährige am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters zum Nachfolger von Franz Beckenbauer gewählt, der nach 15 Jahren aus seinem Amt ausschied und zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. „Ich bin total überwältigt“, sagte Hoeneß und versicherte, „dass ich alle Kraft einsetzen werde, dass der FC Bayern sportlich wieder da hinkommt, wo wir heute wirtschaftlich sind, nämlich ganz vorne, auch in Europa.“

4.458 von 4.490 der anwesenden Mitglieder (20 Gegenstimmen, 12 Enthaltungen) läuteten um 22 Uhr mit ihrem Ja für Hoeneß eine neue Ära beim FC Bayern ein. Nach „30 Jahre Leidenschaft pur“ (Karl-Heinz Rummenigge) als Manager des FC Bayern verabschiedete sich Hoeneß aus dem operativen Geschäft. Ergriffen nahm Hoeneß in der zwei Fußballfelder großen Messehalle die Standing Ovations, minutenlangen Applaus und viel Lob der Redner entgegen.

Beckenbauer 'permanent eingeladen'

Enormer Zuspruch wurde auch Beckenbauer zuteil, der 51 Jahre nachdem er sich dem FC Bayern angeschlossen hatte, zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. „Keiner hat es so verdient wie er“, betonte Hoeneß, der nicht von einem Ende für Beckenbauer beim FCB sprach, sondern von einem „Neuanfang . Er hat bis ans Lebensende eine permanente Einladung zu allen Veranstaltungen des Vereins.“ Auch Rummenigge forderte den „Kaiser“ dazu auf, sich weiter aktiv einzubringen: „Franz, wir brauchen dich, du bist die größte Persönlichkeit des FC Bayern.“

Genau das hat sich Beckenbauer, der vom Verein zudem zum Ehrenspielführer ernannt wurde und im August 2010 mit einem nachträglichen Abschiedsspiel gegen Real Madrid geehrt wird, auch vorgenommen. „Natürlich bleib ich dem FC Bayern verbunden“, sagte der 64-Jährige, „nach 51 Jahren kannst du ja nicht sagen, tschüss, das war's .“

Hoeneß plant Fan-Sprechstunde

Hoeneß bedankte sich „sehr herzlich“ bei Beckenbauer. „Franz hat diesen Verein 50 Jahre lang geprägt.“ Sein Präsidentenamt werde er aktiv ausfüllen, hatte Hoeneß bereits im Vorfeld angekündigt. Bei seiner Ansprache macht er auch gleich eine konkrete Ankündigung: Hoeneß plant „vielleicht einen Tag im Monat“ eine Sprechstunde für Mitglieder und Fans einzurichten, „bei mir persönlich.“

Gleichzeitig appellierte der neue Bayern-Präsident an die Mitglieder, mit Vorstand, Mannschaft und Verein „zusammenzustehen. Gemeinsam sind wir stark!“ Die Versammlung am Freitag wertete Hoeneß als gutes Omen. „Ein Abend wie heute zeigt, dass die breite Basis des Klubs viel weniger aufgeregt ist als das, was man jeden Tag in den Zeitungen liest.“

Anfang einer neuen Ära

Anschließend hinterließ der Führungswechsel auf dem Podium erste Spuren. Hoeneß übernahm Beckenbauers Rolle und führte als Versammlungsleiter durch den Rest des Abends. Es war der Anfang einer neuer Ära. Rummenigge ist sich sicher: „Die zwei wichtigsten Persönlichkeiten des FC Bayern kann man nicht so ohne Weiteres ersetzen, das muss uns allen klar sein.“

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