präsentiert von
Menü
Juve-Spezialist Butt

'Er gibt einer Abwehr Sicherheit'

Nach außen ist Jörg Butt ein stiller Vertreter seiner Zunft. Der Jubel und Trubel um Franck Ribéry, Arjen Robben und Co. geht am der Torhüter des FC Bayern weitgehend vorbei - und das ist ihm sogar recht. „Ich will nicht so sehr über mich sprechen. Nur der Erfolg der Mannschaft zählt“, sagte er kürzlich im Interview mit fcbayern.de. Doch man braucht sich nur die jüngsten Jubel-Kreationen der Bayern anzusehen, um zu wissen: Im Mannschafskreis hat Butt längst eine Führungsrolle übernommen.

Erst in Hannover der Presslufthammer-Jubel in Anlehnung an Butts Großvater (den Inhaber eines Baugeschäfts), dann gegen Gladbach der „Hole-in-One“-Jubel, eingeleitet durch einen imaginären Golf-Abschlag des FCB-Keepers - in der Mannschaft genießt Butt Sympathie und Respekt. Mit tadellosen Leistungen hat er sich das verdient.

Gegen Gladbach hat der 35-Jährige einmal mehr bewiesen, dass er immer noch ein erstklassiger Torhüter ist. Vier Mal versuchte Juan Arango, den FCB-Keeper mit platzierten Flatterbällen aus der Distanz zu bezwingen, vier Mal fand er in Butt seinen Meister. Als ihm nach dem Spiel ein TV-Reporter im Interview die Note 1 verlieh, legte Butt einmal kurz seine Zurückhaltung ab: „Wenn Sie mir eine Eins geben, kann ich Ihnen nur Recht geben.“

'Ein Torhüter, der die Bälle hält'

Bestnoten erhielt Butt aber auch aus dem Mannschaftskreis. „Er hat bei zwei, drei Situationen sehr gut pariert. Das gibt einer Abwehr Sicherheit“, sagte Philipp Lahm, „man kann den Gegner auch mal aus 20, 30 Metern schießen lassen, weil man weiß: Da hinten ist ein Torwart, der die Bälle hält.“ Der 1,91 Meter große Schlussmann selbst gab das Lob an seine Teamkameraden zurück („Die letzten Spiele haben wir als Mannschaft sehr gut gespielt.“) und freute sich, „wenn ich meinen Teil beitragen kann.“

Das soll er auch am Dienstag in Turin wieder. „Normalerweise halten wir hinten die Null“, ist Louis van Gaal angesichts der zuletzt stabilen Abwehr um Keeper Butt überzeugt. Doch Butt ist nicht nur eine Stütze der Defensive, der 35-Jährige ist auch ein gutes Omen für das Champions-League-„Endspiel“ bei Juventus.

Torschütze und Juve-Bezwinger

Bemerkenswerterweise hat Butt nämlich als Torhüter schon zwei Treffer gegen den italienischen Rekordmeister erzielt. In der Gruppenphase der Champions-League-Saison 2000/01 traf er beim 4:4 für den Hamburger SV, ein Jahr später (2001/02) beim 3:1 für Leverkusen - beide Male vom Elfmeterpunkt.

Zudem stand der Oldenburger beim letzten Auswärtssieg einer deutschen Mannschaft gegen Juventus im Tor (in der Gruppenphase 2000/01 beim 3:1 des HSV in Turin). Gut also, dass Butt auch am Dienstag wieder im Bayern-Tor steht.

Weitere Inhalte