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Tabellenführung in Reichweite

FCB strotzt wieder vor Selbstvertrauen

Der FC Bayern kommt der Tabellenspitze immer näher. Durch den hochverdienten 5:1 (3:0)-Erfolg beim VfL Bochum verkürzte der Rekordmeister den Rückstand auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen auf zwei Punkte und verbesserte sich vom vierten auf den dritten Tabellenplatz. „Leverkusen kann uns so langsam spüren“, sagte ein hoch zufriedener Sportdirektor Christian Nerlinger nach dem zweiten Gala-Auftritt der Mannschaft von Louis van Gaal innerhalb von vier Tagen.

Anfang November, nach dem 1:1 zuhause gegen den FC Schalke 04, standen die Bayern noch auf Platz acht - sechs Zähler Rückstand auf Leverkusen. Vier Spieltage später ist sogar die „Herbstmeisterschaft“ wieder drin. „Wir wollen die Schale, die Herbstmeisterschaft ist nicht unser Hauptziel“, sagte Kapitän Mark van Bommel. „Ich habe die Herbstmeisterschaft nie aufgegeben“, sagte Uli Hoeneß. Seit der Ex-Manager das Präsidentenamt übernommen hat, gab es vier Siege in Serie.

Doch dass es beim FC Bayern derzeit so großartig läuft, liegt in erster Linie nicht daran. „Trainer und Mannschaft sind zusammengewachsen. Wir haben jetzt eine Einheit im Verein“, sagte Hoeneß und verwies in diesem Zusammenhang auch noch mal auf die harmonische Jahreshauptversammlung als Initialzündung. Bochum war bereits der fünfte Pflichtspielsieg in Folge. Zuvor hatte es drei Mal ein Remis in der Bundesliga gegeben und zwei Niederlagen gegen Bordeaux in der Champions League.

Der endgültige Befreiungsschlag war dann wohl der überragende Sieg gegen Juve und der damit verbundene Achtelfinaleinzug in der Champions League. „Jetzt haben wir den Rhythmus gefunden, spielen wirklich sehr gut und schießen auch die Tore“, sagte Mario Gomez. Gemeinsam mit Ivica Olic harmoniert der Nationalspieler immer besser im Bayern-Angriff. Auch das ist sicherlich ein Grund für den Aufschwung der Bayern. „Wir spielen uns die Tore schön heraus, das sind keine Glückstreffer“, betonte Gomez.

In Bochum drückten die Treffer von Gomez (23.), Mergim Mavraj (33./Eigentor), Olic (43./50.) und Danijel Pranjic (56.) die Überlegenheit der Bayern sogar nur unzureichend aus. „Es steckte sehr viel Bayern München in diesem Sieg“, sagte Nerlinger, der der Mannschaft ein „Riesenkompliment“ machte. „Im Moment strotzen wir vor Selbstvertrauen. Zwar haben wir auch in den Monaten zuvor schon viel investiert, doch erst jetzt ernten wir die Früchte“, meinte Mittelfeldmann Bastian Schweinsteiger.

Gala in Turin, Kantersieg in Bochum - der FC Bayern scheint endgültig wieder auf einen guten Weg. „Aber wir haben noch nichts erreicht“, warnte Gomez vor zu viel Euphorie. „Ich hoffe, so sieht unser Fußball in Zukunft aus“, sagte Erfolgsgarant Olic. Mit einem Sieg zum Hinrundenfinale am Samstag gegen Hertha BSC wollen sich Olic und Co. in den kurzen Weihnachtsurlaub verabschieden. „Wir waren 50 Wochen nicht mehr Erster. Es ist daher gut, wenn wir das wieder werden", sagte Van Gaal. Ob noch vor oder erst nach der Winterpause ist ihm nicht ganz so wichtig sein: „Am Ende werden die Preise verteilt.“

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