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Rückblick 2009, Teil II

FCB zwischen Umbruch und Aufbruch

Das Fußballjahr 2009 neigt sich dem Ende zu, Zeit, um auf ein „sehr bewegendes Jahr mit Höhen und Tiefen“, wie Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge die zurückliegenden zwölf Monate beschrieb, zurückzublicken. Im zweiten Teil des Jahres-Rückblickes geht es um die Hinrunde der laufenden Saison 2009/10, die holprig begann und vielversprechend endete.

Nach der Vizemeisterschaft in der abgelaufenen Saison gab es beim FC Bayern im Sommer 2009 zahlreiche personelle Änderungen, die wichtigste auf der Trainerbank. Louis van Gaal trat am 1. Juli seinen Dienst in München an und fühlte sich sofort zuhause. „Selbstbewusst, arrogant, dominant, ehrlich, arbeitsam, innovativ, aber auch warm und familiär - ich erkenne meine Persönlichkeit in diesen Begriffen“, sagte der neue FCB-Chefcoach an seinem ersten Arbeitstag, „die Kultur von Bayern München, das bayerische Lebensgefühl passen mir wie ein warmer Mantel.“ Der erste niederländische Trainer des deutschen Rekordmeisters brachte mit Andries Jonker, Jos van Dijk und Max Reckers drei Landsleute mit in seinen Stab, übernahm mit Hermann Gerland und Walter Junghans aber auch zwei Trainer aus der letzten Saison.

Viel tat sich auch im Spielerkader. Sechs Abgängen (Lucio, Zé Roberto, Podolski, Oddo, Borowski, Sagnol) standen sieben Neuzugänge (Gomez, Tymoshchuk, Olic, Pranjic, Braafheid, Baumjohann, Görlitz) gegenüber. Dazu kamen noch Thomas Müller und Holger Badstuber, die aus der zweiten Mannschaft zu den Profis hochrückten. Fünf Wochen, ein Trainingslager in Donaueschingen und neun Testspiele hatte Van Gaal Zeit, eine Mannschaft zu finden. Als die Münchner zum Abschluss ihrer Vorbereitung beim AUDI Cup den AC Mailand (4:1) und Manchester United (7:6 i.E.) besiegten und die erste Trophäe der neuen Saison bejubelten, war die Erwartungshaltung für die neue Saison groß. Doch die Suche nach einer funktionierenden Mannschaft sollte noch lange nicht abgeschlossen sein.

Verletzungspech, Robben, Vollgas

Das lag auch am Verletzungspech, das den Rekordmeister zum Saisonstart ereilte. Unter anderem Franck Ribéry, Ivica Olic und Luca Toni fehlten gleich beim ersten Pflichtspiel Anfang August, einem 3:1 in der ersten DFB-Pokalrunde beim Sechstligisten SpVgg Neckarelz. Kurz darauf verletzten sich auch noch Kapitän Mark van Bommel und Martin Demichelis schwer und fielen lange aus. Die ersten Bundesligaspiele liefen auch deswegen nicht zur Zufriedenheit des FC Bayern. Nach einem 1:1 in Hoffenheim und einem 1:1 gegen Bremen kassierte der FCB am dritten Spieltag in Mainz die erste Saisonniederlage (1:2) und Rummenigge sagte: „Wenn wir nach drei Spielen zwei Punkte haben, ist das keine Situation, die befriedigend ist.“

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