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Nur 'Brazzo' lacht

Juventus' Haussegen hängt schief

Siegen oder fliegen - in einer Woche steigt das Gruppen-„Endspiel“ in der Champions League zwischen dem FC Bayern und Juventus Turin. Nur mit einem Sieg kann sich der deutsche Rekordmeister am kommenden Dienstag noch das Ticket für das Achtelfinale sichern. Ansonsten geht die Europapokalsaison des FCB in der Europa League weiter. Eine Woche vor dem richtungweisenden Duell blickt fcbayern.de schon einmal nach Turin.

Dort sah man am Dienstag einen strahlen: Hasan Salihamidzic nahm nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder am Mannschaftstraining teil. Wegen hartnäckiger Verletzungen am Knie und Sprunggelenk kam der ehemalige FCB-Profi bislang nur am ersten Spieltag der Serie A zum Einsatz. Schrittweise soll er nun seine Trainingsbelastung steigern, das Spiel gegen Bayern dürfte hingegen noch zu früh kommen für sein Comeback.

Zwei Niederlagen in Folge

Abgesehen von Salihamidzic sucht man gut gelaunte „Bianconeri“ zurzeit vergeblich. Nach zwei Niederlagen in Folge hängt der Haussegen bei Juventus schief. Erst das 0:2 in Bordeaux, wodurch Juve die vorzeitige Qualifikation fürs CL-Achtelfinale verpasste und nun sogar noch aus dem Wettbewerb ausscheiden kann, dann am Samstag das 0:2 bei Cagliari Calcio, wodurch die Turiner in der Meisterschaft den Kontakt zur Spitze verloren. Als Dritter hat Juve aktuell acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Inter Mailand.

Zielscheiben der öffentlichen Kritik sind vor allem Trainer Ciro Ferrara und der ehemalige Bremer Diego. „Juve ist eine Mannschaft ohne Seele. Der Trainer muss jetzt durchgreifen“, forderte die „Gazzetta dello Sport“, in „Tuttosport“ wird Diegos Spiel als „konfus und ziellos“ kritisiert. Bei der Rückkehr aus Cagliari wurden Spieler und Verantwortliche am Turiner Flughafen von Tifosi beschimpft.

Am Samstag gegen Inter

Die Wogen schlugen so hoch, dass sich am Montag sogar Juventus-Präsident Jean-Claude Blanc genötigt sah, Trainer Ferrara und seiner Mannschaft demonstrativ den Rücken zu stärken. „Wir haben volles Vertrauen in ihn. Der Ausgang der nächsten beiden Spiele wird nichts daran ändern“, sagte Blanc, „ich bin auch überzeugt von unseren Investitionen und der Qualität der Mannschaft.“

Dennoch könnte sich die Situation in Turin schon am Wochenende weiter verschärfen. Dann kommt nämlich Spitzenreiter Inter ins Stadio Olimpico und könnte die „Alte Dame“ mit einem Sieg endgültig abhängen. „Da muss Juve 100 Prozent geben“, glaubt Ivica Olic an einen kleinen Vorteil für den FCB, der zudem einen Tag mehr zur Vorbereitung auf das Spiel in Turin hat. „Wir spielen ja schon am Freitag“, erinnerte der Bayern-Stürmer.

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