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'Von 0 auf 100'

Müller und Badstuber geben Gas

Auch zum Abschluss standen sie wieder in der ersten Elf. Doch das war längst keine Überraschung mehr. Denn Thomas Müller und Holger Badstuber sind zehn Monate, nachdem sie ihren ersten Profivertrag unterschrieben haben, eine feste Größe im Team des FC Bayern. Am Samstag beim 5:2 gegen Hertha BSC Berlin trumpften beide noch einmal auf. Badstuber bereitete das 1:0 vor, Müller traf zum 4:0. Kurz darauf wurden beide ausgewechselt und verabschiedeten sich in die verdiente Winterpause. Louis van Gaal meinte: „Müller und Badstuber brauchen sicher eine Pause.“

Die beiden 20 Jahre alten Eigengewächse des Rekordmeisters standen in ihrer ersten Profisaison fast in jedem Spiel auf dem Platz. Müller (25 Einsätze) verpasste aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre nur das Champions-League-Heimspiel gegen Bordeaux, Badstuber (24 Einsätze) kam nur in den zwei ersten DFB-Pokalrunden (gegen Neckarelz und Oberhausen) nicht zum Einsatz.

Förderer Van Gaal

„Dass es so von 0 auf 100 geht, hätte ich nicht erwartet“, kann Müller seinen rasanten Aufstieg vom Drittligatorjäger zum Stammspieler bei den Profis kaum glauben. Natürlich habe er sich vor der Saison „ein bisschen Hoffnung“ gemacht, „dass ich mich Stück für Stück reinarbeiten kann“, erzählte er. „Aber wer geglaubt hätte, dass es so kommt, der hätte ein bisschen phantasiert.“

Besonders Van Gaal, der als Nachwuchsförderer bekannt ist, nährte zu Saisonbeginn Müllers und Badstubers Hoffnungen. „Ohne ihn hätten es Badstuber und Müller hundertprozentig nicht so schnell nach oben geschafft“, meinte Christian Nerlinger. „Er kam für einen Spieler wie mich genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Badstuber, der den Trainer erst als Innenverteidiger und seit Anfang November auch als Linksverteidiger überzeugte.

Badstuber 'sehr zufrieden'

Ligaweit schlug der 20-Jährige in der Hinrunde die meisten langen Pässe (195 vor dem Hertha-Spiel), wurde zum Freistoß- sowie Eckenschützen. Mit seinem starken linken Fuß bereitete Badstuber drei Tore vor und wurde mit seinem ersten Profitor Anfang Dezember gegen Mönchengladbach (2:1) gleich zum Matchwinner. „Klar war die Hinrunde so nicht zu erwarten. Ich habe bewiesen, dass ich konstant gute Leistungen abliefern kann“, blickte er auf die letzten Monate zurück, „ich kann auf jeden Fall sehr zufrieden sein.“

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