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Weihnachtswette

Pranjic will auch sich selbst bescheren

Es könnte ein wunderbares Weihnachtsfest im Hause Olic werden. Mit Schnee, Geschenken und einem Weihnachtsmann mit echtem Bart. Für Letzteres will jedenfalls Papa Ivica sorgen und hat mit seinem Teamkollegen Danijel Pranjic gewettet: Wenn Pranjic in den verbleibenden vier Spielen bis zur Winterpause kein Tor erzielt, muss er Olic‘ Kinder Luka, Antonio und Lara als Weihnachtsmann bescheren. Die ersten Barthaare sprießen schon.

Doch eigentlich wünscht Olic seinem kroatischen Landsmann sogar ein Tor bis Weihnachten. Ein künstlicher Bart tut es zur Not ja auch und Pranjic würde ein Treffer nach schwierigen ersten Monaten in München gut tun. „Ich habe ihm gesagt, dass er mehr flanken und schießen soll“, berichtete Olic, nachdem diese Vorgabe am Sonntag gefruchtet hatte: Mit einer präzisen Bananenflanke bereitete Pranjic Olic‘ Treffer beim 3:0 in Hannover vor. „Dieser Assist war sehr wichtig für sein Selbstvertrauen“, meinte Olic, „ich hoffe, dass ihn das noch ein weiteres Stück nach vorne bringt.“

Schon zum Saisonstart in Hoffenheim hatte Pranjic Olic den Ball für ein Tor serviert - zwischen diesen beiden Vorlagen liegt für Pranjic allerdings ein tiefes Tal, zuletzt gab es sogar Pfiffe vom Publikum, was den 27-Jährigen, der im Sommer vom SC Heerenveen zum FCB wechselte, zusätzlich verunsichert hat. „Es war schwierig, zu spielen“, gab er zu, „ich habe mir gesagt: Denk einfach nicht dran und spiel dein Spiel.“ Von Freund Olic gab’s den Tipp: „Ich habe Danijel gesagt, dass er weiter gut trainieren und auf seine Chance warten soll.“

Erst bei '60, 70 Prozent'

Das hat Pranjic getan und zuletzt gegen Haifa und Hannover seine Klasse aufblitzen lassen. „In den letzten zwei Spielen habe ich gezeigt, dass ich das Fußballspielen nicht verlernt habe“, meinte er. Aktuell sei er aber nur bei „60, 70 Prozent“ seines Leistungsvermögens angelangt. „Ich kann besser spielen, aber dafür muss ich Selbstvertrauen gewinnen.“

Das Vertrauen in die eigene Stärke hat der kroatische Nationalspieler seit seiner Ankunft in München langsam verloren. „Zu Beginn habe ich nicht dort gespielt, wo ich am besten bin“, blickte er zurück auf seine ersten Einsätze im FCB-Trikot, meist als linker Außenverteidiger. „Als Linksverteidiger habe ich manchmal Probleme, weil ich kein Verteidiger bin. Das hat jeder gesehen, auch der Trainer.“ Inzwischen spielt Pranjic im linken Mittelfeld. „Das ist meine Position“, betonte er.

'Dachte, es wäre einfacher'

Und auch an den FC Bayern dürfte sich Pranjic langsam gewöhnen. „Es war ein großer Schritt von Heerenveen zu Bayern. Bayern muss jedes Spiel gewinnen“, sprach der Kroate von den hohen Erwartungen, mit denen man in München zurechtkommen muss. Und auch die Umstellung auf die neue Liga fiel ihm schwer. „Ich dachte, es wäre einfacher. Aber die Bundesliga ist viel stärker als die Eeredivisie.“

Zuspruch findet Pranjic bei Freund Olic, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, als er 2007 von ZSKA Moskau nach Hamburg wechselte. „Das braucht Zeit“, weiß der 30-Jährige, „und bei Bayern München ist es noch schwerer als bei mir damals in Hamburg.“

Ein Wunsch zum Geburtstag

Deswegen drückt Olic Pranjic die Daumen, dass es bald mit seinem ersten Tor für den FC Bayern klappt. Vielleicht ja schon am Freitag gegen Mönchengladbach. „Am Donnerstag habe ich Geburtstag“, ist Pranjic zuversichtlich, „und immer wenn ich an meinem Geburtstag gespielt habe, habe ich getroffen. Das wünsche ich mir jetzt für Freitag.“

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