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'Alles ist gut'

Ribéry vor Hinrunden-Happy-End

Uli Hoeneß blickte genau hin, als er Franck Ribéry am Montag auf dem Trainingsplatz sah. „Ça va?“, rief er dem lange verletzten FCB-Profi über die Bande zu. Ribérys Antwort gefiel dem Bayern-Präsidenten. Und auch fcbayern.de erzählte der 26-Jährige nach einer schweißtreibenden Trainingseinheit nur Positives.

„Es geht mir gut“, berichtete der Franzose, der hofft, am Samstag gegen Hertha BSC Berlin erstmals nach zwei Monaten wieder zum Kader zu gehören. „Das fehlt mir sehr“, sagte er, „wenn ich in der Allianz Arena vor unseren Fans auf den Rasen zurückkehren und 20 Minuten spielen könnte, wäre ich sehr glücklich.“ In der bisher so unglücklich verlaufenen Hinrunde würde es für Ribéry dann doch noch ein Happy End geben.

Eine hartnäckige Entzündung der Patellasehne im linken Knie hat den französischen Nationalspieler in der ersten Saisonhälfte meist zum Zusehen gezwungen. Erst fünf Mal stand er bislang in der Startformation des FCB, das letzte Mal war er am 3. Oktober beim Heimspiel gegen Köln am Ball. „Es waren sehr harte Monate für mich“, blickte Ribéry auf seine lange Leidenszeit zurück. Doch seit ein paar Wochen geht es für ihn nur noch aufwärts.

„Es geht ihm besser als je zuvor, weil er ohne Schmerzen trainieren kann“, sagte Louis van Gaal. Sein Aufbauprogramm konnte Ribéry in den vergangenen Wochen immer weiter steigern. Am wichtigsten war dem Offensivspieler dabei, dass er oft auf dem Rasen trainieren konnte. „Darüber bin ich sehr froh, denn das macht mir Spaß“, erzählte er, „ich trainiere lieber auf dem Rasen als drinnen im Leistungszentrum.“ Am Mittwoch soll der Offensivspieler ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Am eigentlichen trainingsfreien Montag und Dienstag arbeitete Ribéry noch einmal intensiv mit Rehacoach Thomas Wilhelmi und Assistenztrainer Andries Jonker. Dribbeln, schießen, Zweikämpfe und kurze Antritte standen auf dem Programm. Danach war der 26-Jährige „sehr zufrieden. Ich habe geschossen, kleine Übungen mit dem Ball gemacht, bin gesprintet. Alles ist gut. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“

Noch sei er aber nicht bei 100 Prozent, betonte Ribéry. „Ich weiß, dass ich noch ein paar Trainingseinheiten brauche.“ Trotzdem hofft er auf einen Kurzeinsatz gegen die Hertha und Van Gaal stellte ihm diesen bereits in Aussicht: „Ich denke, dass Ribéry vielleicht einige Minuten eingewechselt werden kann.“

Voll angreifen will der Franzose nach dem Weihnachtsurlaub zum Start der Rückrundenvorbereitung. Dann wolle er mit dem FC Bayern die Meisterschaft und den DFB-Pokal gewinnen und in der Champions League so weit wie möglich kommen, erzählte er fcbayern.de. Ein gesunder Ribéry wäre sicherlich ein Trumpf für den FC Bayern in der zweiten Saisonhälfte. Das weiß auch Van Gaal, der bei seinem Fanclubbesuch am Wochenende augenzwinkernd sagte: „Wenn Ribéry spielt, ist der Wettbewerb in der Bundesliga nicht mehr anstrengend. Wir gewinnen jetzt schon mit 5:1.“

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