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Platz 1 im Visier

7 Gründe für eine erfolgreiche Rückrunde

Der FC Bayern legte vor, die Konkurrenz zog nach. Nach dem 2:0-Sieg zum Rückrundenauftakt am Freitag gegen Hoffenheim war der deutsche Rekordmeister für eine Nacht Bundesliga-Spitzenreiter, am Samstag und Sonntag gewannen aber auch Leverkusen und Schalke 04 ihre Spiele und überholten den FC Bayern damit wieder in der Tabelle. Leverkusen 38 Punkte, Schalke 37, Bayern 36 - es geht weiterhin eng zu an der Tabellenspitze.

„Es wäre auch ein bisschen einfach gewesen, mit einem Spiel Tabellenführer zu werden. Wir brauchen ein bisschen Geduld“, meinte Miroslav Klose, der wie alle Münchner überzeugt ist, dass der FCB am Ende die Konkurrenz hinter sich lassen wird. „Bayern gehört oben hin. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich Tabellenführer zu werden.“ fcbayern.de hat sieben Gründe gefunden, die dafür sprechen, dass die Aufholjagd des Rekordmeisters von Erfolg gekrönt sein wird.

1) Der Start
Schon nach dem ersten Rückrundenspiel hat der FC Bayern mehr Punkte auf dem Konto als nach den ersten drei Partien in der Vorrunde. Und das soll nur der Anfang gewesen sein. „In der Hinrunde hatten wir nach drei Spielen zwei Punkte und nach fünf Spielen acht. Jetzt müssen wir mehr haben. Dann haben wir einen guten Schritt gemacht“, sagte Mark van Bommel. Der Kapitän weiß aber auch, dass das Auftaktprogramm des Rekordmeisters happig ist. Bremen, Mainz, Wolfsburg und Dortmund heißen die nächsten Gegner. „Diese Spiele geben die Richtung vor“, meinte Van Bommel.

2) Die Spielweise
Vorne fallen Tore, hinten brennt nichts an - die Serie von sieben Pflichtspielsiegen hintereinander war nicht nur wegen der Ergebnisse überzeugend. Auch wie die Bayern ihre Gegner dominierten, macht zuversichtlich für die kommenden Monate. Ein Einbruch in der Rückrunde wie vor einem Jahr ist daher nicht zu erwarten. „Es ist ein enormer Unterschied, wie wir jetzt spielen. Es ist Struktur da, es ist klar, was wir spielen wollen“, sagte Philipp Lahm. Van Bommel meinte: „Jeder weiß, was er zu tun hat - das ist entscheidend.“

3) Der Konkurrenzkampf
Nach vier Abgängen in der Winterpause streiten 22 Profis um 11 Plätze, jede Position ist doppelt besetzt und nicht wie zuvor drei- oder sogar vierfach. Die Folge: Jeder Spieler besitzt eine Perspektive. „Ein Spieler, der die Perspektive auf einen Stammplatz verloren hat, lässt unweigerlich in der Trainingsleistung und in seiner Entwicklung nach“, erklärte Christian Nerlinger. Und: Der Konkurrenzdruck spornt auch die Stammspieler zu Höchstleistungen an. „Die Reservisten kämpfen noch härter und machen es den Stammspielern noch schwerer“, berichtete Van Bommel.

4) Die Stimmung
„Natürlich haben wir Konkurrenzkampf - aber mit Spaß“, sagte Van Bommel, der den Teamgeist beim FC Bayern gar nicht genug loben konnte: „Das Trainingslager in Dubai hat noch einmal einen Extra-Impuls gegeben. Wir haben keinen schlechten Typen im Team, der Ärger macht, wenn er mal nicht spielt. Ich habe es lange nicht erlebt, dass die Stimmung in einer Mannschaft so gut ist.“ Und das sei ein vielleicht entscheidender Trumpf im Titelkampf, betonte der FCB-Kapitän: „Als Mannschaft können wir jeden schlagen.“

5) Die Verletzungssituation
Franck Ribéry, Arjen Robben, Mark van Bommel, Martin Demichelis, Miroslav Klose, Luca Toni - eine ganze Reihe von Leistungsträgern fiel in der Hinrunde verletzungsbedingt wochen- oder sogar monatelang aus. Jetzt ist das Bayern-Lazarett aber endlich leer. Am Samstag in Bremen soll auch Ribéry erstmals seit drei Monaten wieder zum Kader gehören. „Wir haben alle an Bord, es sieht gut aus“, meinte Van Bommel und klopfte auf den Tisch. Toi, toi, toi, dass es so bleibt.

6) Franck Ribéry
Erst die Patellasehne, dann die Zehen, doch jetzt sind Ribérys Verletzungsprobleme ausgestanden. Seit Tagen schon trainiert der französische Wirbelwind mit der Mannschaft, sein Comeback kann er kaum erwarten. Am Samstag in Bremen soll es soweit sein. Zwar werde es dauern, bis der Franzose in die Mannschaft integriert ist, betonte Louis van Gaal. Aber eines ist unbestritten: Mit Ribéry „haben wir noch eine Waffe auf der linken Seite“, wie Lahm sagte. Ribéry links und Robben rechts - in der Hinrunde konnte die Flügelzange des FCB nur in sechs Spielen zupacken. Jetzt hofft Robben, „dass wir die ganze zweite Saisonhälfte zusammenspielen können. Wir haben beide große Lust.“ Dass die Mannschaft mit Ribéry die Balance zwischen Offensive und Defensive verliert, ist laut Van Bommel nicht zu befürchten. „Wir sind als Mannschaft so stark, dass wir das lösen können.“ Mit „Robbéry“, davon ist der Holländer überzeugt, „sind wir fast unschlagbar.“

7) Der Respekt der Gegner
„Wir haben ein bisschen Angst verbreitet“, meinte Van Gaal nach dem 2:0 zum Rückrundenstart gegen Hoffenheim. Denn der FC Bayern setzte seine Serie, die er vor der Winterpause gestartet hatte, im neuen Jahr fort. Besonders die zweite Halbzeit, in der sich die Mannschaft viele Chancen erarbeitete, machte Eindruck. „Sie zeigen eine Halbzeit lang nichts und dann überrollen sie dich. Das ist halt die Qualität der Bayern“, sagte Hoffenheims Torwart Timo Hildebrand. „Es ist immer schön, wenn ein Gegner das sagt. Das ist ein Zeichen, dass wir richtig gut waren“, meinte Van Bommel. Mario Gomez hatte schon im Trainingslager festgestellt: „Die anderen Teams bringen Bayern wieder einen anderen Respekt entgegen.“ Und das stärke die Brust des FC Bayern zusätzlich. „Jeder Spieler hat wieder das Gefühl: Wir sind wer.“

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