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Oldie but Goldie

Butt 'sehr heiß' auf seinen ersten Titel

Privat sind Oldtimer seine Leidenschaft. Daher weiß Jörg Butt, dass man gewisse Modelle einfach nicht zum alten Eisen werfen darf. Der Torwart Butt ist so ein Modell. Als Nummer zwei zum FC Bayern gekommen, erarbeitete sich der inzwischen 35-Jährige den Stammplatz im Tor des Rekordmeisters und steht jetzt, im Herbst seiner Profikarriere, vor der Krönung: Erstmals könnte er einen Titel gewinnen.

Dementsprechend ist Butt „sehr heiß“ auf die Aufholjagd in der Bundesliga. „Die Meisterschaft ist ein Riesenziel für mich“, sagte er im Trainingslager in Dubai, „die Mannschaft hat absolut das Potenzial dazu.“ Der Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim in einer Woche sei „extrem wichtig, auch um ein Signal an die Liga zu geben. Wir müssen sofort voll da sein und gewinnen.“

'Ein stabiler Faktor'

Auf Butt wird im Titelkampf Verlass sein. Das hat er in der Hinrunde zur Genüge bewiesen - und zwar in zweifacher Hinsicht: Als Torhüter beendete er in der Wertung des Fußball-Fachmagazins „kicker“ die Hinrunde mit der zweitbesten Note (2,68) aller 18 Bundesligakeeper. Als Elfmeterschütze brachte er die Mannschaft beim „Wunder von Turin“ mit einem verwandelten Strafstoß zum zwischenzeitlichen 1:1 zurück ins Spiel (Endstand 4:1).

„Er ist ein stabiler Faktor in der Mannschaft, das ist immer wichtig bei einem Torhüter“, lobte Louis van Gaal seine Nummer eins. Butt sei zudem der sicherste Elferschütze im Team („Er ist der beste.“), deswegen dürfe er schießen. Dies sei zwar auch gefährlich, wenn Butt nicht verwandelt und die Mannschaft sich einen Konter einfängt, ist sich Van Gaal bewusst. „Doch ich vertraue ihm.“

'Es geht nur über Leistung'

Auch das Vertrauen der Mannschaft genießt der gebürtige Oldenburger in seinem zweiten Bayern-Jahr längst. „Ich denke schon, dass ich mir im ersten Jahr schnell einen gewissen Stellenwert erarbeitet habe“, meinte er, „das geht nur über Leistung, im Training und im Spiel.“

Auch in der Kabine hat Butt „von Anfang an“ Verantwortung übernommen. Das sei selbstverständlich, meinte er. „Als erfahrener Spieler ist man mehr in der Pflicht, seine Meinung, auch gegenüber dem Trainer, zu äußern und jüngeren Spielern zu helfen.“ Qualitäten auf und außerhalb des Platzes, Erfahrung, Titelhunger - diese Mischung macht Jörg Butt noch lange nicht zu einem Auslaufmodell.

Für fcbayern.de in Dubai: Nikolaus Heindl

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