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'Habe versucht zu helfen'

Dubai-Experte Pagelsdorf im Interview

Es ist „sein" Platz, auf dem der FC Bayern in Dubai trainiert. Es ist „sein" Team, das hier im Stadion „Al Maktoom“ normalerweise spielt. Doch für den FC Bayern hat Frank Pagelsdorf alle Türen geöffnet. Der 51 Jahre alte ehemalige Bundesligatrainer (Hansa Rostock, Hamburger SV) ist Chefcoach des Dubaier Erstligisten Al-Nasr und ein interessierter Beobachter des Bayern-Trainings.

Bereits zum zweiten Mal ist Pagelsdorf seit Januar 2009 bei Al-Nasr beschäftigt. Schon in der Saison 2004/05 war er hier tätig, bei einem Klub, der mit Eduard Geyer, Hagen Reek und Reiner Hollmann bereits drei andere deutsche Trainer beschäftigt hat. Mit fcbayern.de sprach Pagelsdorf über seine exotische Aufgabe in Dubai.

Das Interview:

fcbayern.de: Herr Pagelsdorf, ein deutscher Trainer in Dubai. Wie hat es Sie hierher verschlagen?
Frank Pagelsdorf: „Der Kontakt kam vor fünf Jahren über den ehemaligen Co-Trainer von Eduard Geyer, Hagen Reeck, zustande. Er hat mir gesagt, dass Al-Nasr einen deutschen Trainer sucht. Er und Eduard Geyer waren früher selbst hier bei Al-Nasr Trainer und mit Energie Cottbus waren sie vor sieben, acht Jahren auch schon in Dubai im Trainingslager. Ich habe mir dann die Bedingungen hier angekuckt und nach ein paar Tagen entschieden, hier zu bleiben. Das zweite Mal hierherzukommen war wesentlich einfacher, weil ich wusste, was mich erwartet. Ich kenne die Region, den Verein und weiß, dass ich hier sehr gute Bedingungen vorfinde.“

fcbayern.de: Bei Al-Nasr gibt es ja eine richtige Tradition deutscher Trainer. Warum ist das so?
Pagelsdorf: „Das hängt davon ab, wer Meister wird. Wenn ein brasilianischer Trainer Meister wird, wären in der Zukunft immer Brasilianer geholt worden. Das ist hier einfach so.“

fcbayern.de: Was ist das Reizvolle an der Aufgabe, Fußballtrainer in Dubai zu sein?
Pagelsdorf: „Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate sind im Fußball völlig im Aufbruch. Als ich vor fünf Jahren hier war, gab es keine Profiliga. Jetzt gibt es seit einer Saison die Profiliga. Ich glaube, dass das Land etwas aufbauen möchte, dass der Profibereich und die Nationalmannschaft weiterentwickelt werden sollen.“

fcbayern.de: Ist Fußball die Sportart Nummer eins in Dubai?
Pagelsdorf: „Nein. Kamelrennen, Pferderennen und viele andere Sachen sind hier in der Region als Sportart populärer. Aber Fußball ist im Kommen. Und die Leute sind auf jeden Fall sehr fußballbegeistert.“

fcbayern.de: Wie hoch ist das Niveau hier im Vergleich zu Deutschland?
Pagelsdorf: „Die Spitzenvereine haben auf jeden Fall Zweitliganiveau. Das Niveau steigert sich momentan, weil die Vereine hier zum Teil hochkarätige Spieler aus dem Ausland verpflichten. Ich bin überzeugt, dass der Fußball hier einen großen Schritt nach vorne machen wird.“

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