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Robben auf Gomez - Tor!

Ein Offensivduo schießt sich warm

Robben auf Gomez - Tor! Gleich zweimal haben sich die beiden FCB-Profis im ersten Trainingsspiel in Dubai gesucht und gefunden. Arjen Robbens maßgenaue Vorarbeit vollendete Mario Gomez beide Male eiskalt. „Gestern war gut“, blickte Robben am Dienstag zufrieden auf den Start des Trainingslagers zurück. Und für Mario Gomez war es ohnehin keine Frage, dass er nach dem Urlaub an die Leistungen vor der Winterpause anknüpfen würde: „In zwei Wochen verliert man nicht viel.“

In den letzten fünf Bundesligaspielen vor der Winterpause hatte Gomez jedesmal getroffen, insgesamt traf er in seinem ersten Bayern-Halbjahr in 24 Pflichtspielen 12 Mal. „Ich bin kein Spieler, der sich irgendwelche Marken steckt. Noch nie habe ich mir eine Torquote vorgenommen“, meinte der 23-Jährige mit Blick auf die bald beginnende Rückrunde. Doch natürlich will er seine Trefferzahl in den kommenden Monaten weiter in die Höhe schrauben. Denn Gomez hat sich gerade erst eingeschossen beim FCB.

„Ich habe wieder mal bestätigt bekommen: Wenn man hart arbeitet, kann man sein Glück erzwingen, dann wird man belohnt“, meinte er. Auch zu Saisonbeginn hatte er Tore erzielt, doch Van Gaal sei mit seinem Zusammenspiel mit der Mannschaft nicht zufrieden gewesen und nahm ihm deswegen zwischenzeitlich aus der Mannschaft, berichtete Gomez. Das hat sich inzwischen geändert.

„Jetzt kennt man sich ganz gut. Man weiß, wie der andere läuft und den Ball spielt“, sagte der ehemalige Stuttgarter, der wie der Rest der Mannschaft erst einmal die Philosophie des neuen Trainers verinnerlichen musste. „Alle Spieler verstehen jetzt mehr, was der Trainer will“, erzählte Robben, der überzeugt ist: „Wir können noch besser werden. Wir sind noch nicht top, aber auf einem guten Weg.“

Vorfreude auf die Rückrunde

Das sagte Robben auch über sich selbst. Ende August war der 25 Jahre alte Holländer von Real Madrid zum deutschen Rekordmeister gewechselt und erlebte mit zwei Toren gegen Meister Wolfsburg einen Traumeinstand. „Der Anfang in München war sehr schön. Aber ich hatte in Madrid keine gute Saisonvorbereitung, danach kamen die Probleme mit dem Knie. Erst im letzten Hinrundenspiel gegen Hertha habe ich wieder 90 Minuten gespielt. Darum habe ich viel Lust auf die zweite Saisonhälfte.“

Eine Knie-OP zwang Robben ab Oktober größtenteils zum Zusehen, doch diese gesundheitlichen Probleme sind jetzt überstanden. „Mein großes Ziel ist es, bei möglichst allen Spielen dabei zu sein“, wünschte er sich für die Rückrunde. Auf viele Vorlagen von Robben hofft Gomez. „Er geht immer nach vorne, sorgt für Verwirrung beim Gegner und reißt Räume frei - das ist für uns Stürmer überragend“, lobte er die Qualitäten des dribbelstarken Holländers.

Flügelzange vor Comeback

Und dann ist ja auch noch Franck Ribéry. Der Franzose steht nach dreimonatiger Pause wegen Knieproblemen ebenfalls kurz vor dem Comeback. Momentan hindert ihn nur noch eine Zehen-Entzündung am Trainieren (fcbayern.de berichtete). „Wenn er da ist, spielen wir noch besser“, sagte Gomez, „als Gegenspieler weiß man nie, was er machen wird, wenn er auf einen zuläuft. Als Mitspieler weiß man, welchen Pass er spielen wird.“

Ribéry links, Robben rechts - in der Hinrunde konnte die Flügelzange des FC Bayern nur in sechs Spielen zupacken. Robben hofft jetzt, „dass wir die ganze zweite Saisonhälfte zusammen spielen können. Wir haben beide große Lust.“ Gomez freut sich schon auf das Zusammenspiel mit dem Dribbel-Duo: „Das sind zwei Weltklassespieler. Kein Stürmer der Welt würde sich weigern, mit ihnen zu spielen.“

Einspielen für die Rückrunde

Ribéry auf Gomez - Tor! Ob es noch in Dubai zu diesem Spielzug kommt, ist aufgrund der Verletzung Ribérys noch offen. Solange kann sich aber immerhin das Duo Robben-Gomez weiter einspielen. Und das sei auch notwendig, meinte Robben. „Wir haben ja noch nicht so oft miteinander gespielt“, sagte er aufgrund der Ausfälle in der Hinrunde. Bisher lässt es das Offensivduo des FC Bayern aber unter Dubais Sonne schon ganz vielversprechend krachen.

Für fcbayern.de in Dubai: Nikolaus Heindl

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