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Zurück in München

FCB verlässt Dubai mit 'sehr gutem Gefühl'

Sonnenschein pur, Temperaturen um 30 Grad, Palmen, eine atemberaubende Skyline mit dem neu eröffneten höchsten Gebäude der Welt und als Kontrast der Ruf des Muezzins, der regelmäßig aus der benachbarten Moschee zum FC Bayern herüberwehte - Dubai hätte auch ein schöner Urlaub sein können, doch beim deutschen Rekordmeister floss im Wüstenemirat der Schweiß.

Zehn Trainingseinheiten und einen Fitnesstest absolvierten die FCB-Profis in sechs Tagen am Persischen Golf. „Die Spieler haben sehr hart gearbeitet“, war Louis van Gaal am Sonntag, kurz vor dem Rückflug nach München, „sehr zufrieden“ mit der Woche im Wüstenemirat. „Alle geben 100 Prozent, alle sind hungrig, die Stimmung in der Mannschaft ist auch sehr gut. Wir hatten ein sehr gutes Trainingslager.“

'Hart, aber gut'

„Sehr positiv“ sind auch die Eindrücke, die Christian Nerlinger mit nach München zurücknimmt. „Die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen und ein sehr gutes Fundament für die Rückrunde gelegt“, sagte der FCB-Sportdirektor fcbayern.de. Davon sind auch die Spieler selbst überzeugt. „Das Training war hart, aber gut. In kurzer Zeit haben wir ein gutes Level erreicht“, meinte Edson Braafheid.

Getrübt wurde das äußerst positive Fazit der Bayern in Dubai nur von zwei Dingen. Erstens weil Franck Ribéry wegen einer Zehenentzündung nur Fitnesstraining absolvieren konnte. Immerhin hat sich die Verletzung des Franzosen inzwischen gebessert, so dass er in den kommenden Tagen in München wieder mit der Mannschaft trainieren kann. „Jetzt müssen wir ihn während der Saison integrieren. Das ist immer schwierig“, bedauerte Van Gaal den Trainingsrückstand Ribérys, der schon vor der Winterpause lange ausgefallen war.

Kontrastprogramm in München

Zweitens verletzte sich Arjen Robben am vorletzten Trainingstag. Der Holländer war umgeknickt, hatte aber Glück im Unglück. Eine Kapsel- und Bandzerrung im rechten Sprunggelenk zwingt ihn nur zu wenigen Tagen Pause. „Es ist nicht so schlimm“, atmete Nerlinger auf. Ansonsten gab es abgesehen von den üblichen Wehwehchen (Blasen, Muskelprobleme) keine Verletzungen.

„Wir haben mit Dubai eine sehr gute Wahl getroffen“, lautete Van Gaals abschließendes Fazit, „wir hatten ein sehr gutes Klima, ziemlich gute Trainingsbedingungen und auch ein gutes Hotel.“ In München erwartet die Bayern nun das Kontrastprogramm: Winter und Minustemperaturen. „Die Umstellung wird am Anfang schwierig sein“, glaubt Braafheid angesichts eines Temperaturunterschieds von rund 40 Grad.

Testspiel am Dienstag

Die Verantwortlichen rechnen aber mit keinen Problemen. „Schwieriger ist es andersrum, wenn man von der Kälte in die Hitze kommt“, sagte Nerlinger, „wir müssen nur aufpassen, dass die Spieler keine Erkältungen kriegen.“ Van Gaal meinte: „Jeder kann sich gut kleiden, dann ist es kein Problem.“

Vier Tage bleiben Van Gaal in München, um seine Mannschaft auf den Rückrundenstart am kommenden Freitag gegen Hoffenheim vorzubereiten. Am Dienstag steht in Basel zudem ein Testspiel auf dem Programm. „Wir müssen gut aus den Startlöchern kommen. Denn wir sind noch nicht Tabellenführer“, betonte Nerlinger. Van Gaal ist nach der Woche in Dubai zuversichtlich, dass der Start in die zweite Saisonhälfte gelingt: „Ich glaube, dass wir das fortsetzen können, womit wir vor der Winterpause aufgehört haben. Ich habe ein sehr gutes Gefühl.“

Für fcbayern.de in Dubai: Nikolaus Heindl

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