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Ribéry kehrt zurück

FCB will in Bremen wieder vorlegen

Mit viel Selbstvertrauen im Gepäck und Rückkehrer Franck Ribéry im Kader will der FC Bayern auch bei Pokalsieger Werder Bremen seine Siegesserie weiter ausbauen. „Wir sind nicht Erster. Daher müssen wir unseren Lauf fortsetzen“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger vor dem 88. Nord-Süd-Gipfel am Samstagnachmittag im ausverkauften Bremer Weserstadion (ab 15.15 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio).

„Wir haben momentan eine sehr gute Serie hingelegt und wollen die auch in Bremen fortsetzen“, sagte Trainer Louis van Gaal. Fünf Bundesligaspiele in Folge hat seine Mannschaft zuletzt gewonnen, seit elf Liga-Spielen ist die Van-Gaal-Truppe ungeschlagen. In den letzten sieben gewonnen Pflichtspielen trafen die Bayern 22 Mal ins Schwarze. „Wir haben gute Voraussetzungen, auch in Bremen zu gewinnen“, ist Schlussmann Jörg Butt überzeugt.

Ganz anders stellt sich momentan die Situation bei den Bremern dar. Das Team von Thomas Schaaf konnte keines der letzten fünf Bundesligaspiele gewinnen und verlor zuletzt drei Mal in Folge. In den letzten vier Partien gelang den Hanseaten, die mit einem 0:1 in Frankfurt in die Rückrunde gestartet sind, nur ein einziger Treffer. In der Tabelle sind die Bremer auf Platz sechs zurückgefallen - acht Punkte Rückstand auf die Bayern. „Da ist eine Distanz zur Spitze. Wir müssen zusehen, dass dieser Weg nicht noch länger wird", forderte Schaaf.

Beim FC Bayern weiß man aber nur zu gut: Angeschlagene Boxer sind die gefährlichsten. „Durch die letzten Ergebnisse sind sie noch gefährlicher geworden“, glaubt gar Butt. „Werder ist in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen“, warnte der Ex-Bremer Miroslav Klose. Egal, wen man beim FC Bayern in den letzten Tagen fragte, alle antworteten dasselbe: Bremen ist eine starke Mannschaft. „Mit Wiese, Mertesacker, Naldo, Frings, Özil und Pizarro hat Werder eine Achse, die nicht viele Bundesligisten so haben“, sagte Van Gaal.

Sowieso war das Bremer Weserstadion in der Vergangenheit kein gutes Pflaster für die Bayern. „Traditionell haben wir uns in Bremen immer recht schwer getan“, weiß Nerlinger. Von bislang 43 Spielen in der Hansestadt konnten die Bayern nur zehn gewinnen und verloren 19 Mal. Insgesamt gesehen kassierten die Münchner gegen keinen anderen Bundesligisten so viele Niederlagen (26) und so viele Gegentore (111) wie gegen Bremen. Von den letzten acht Spielen gegen Werder gewannen die Bayern nur ein einziges.

Ribéry als Joker

Das war vor anderthalb Jahren, als der Rekordmeister angetrieben von einem Franck Ribéry in Gala-Form mit 4:0 triumphierte. Nach über drei Monaten steht der Franzose am Samstag das erste Mal wieder im Aufgebot. Van Gaal („Ich bin sehr zufrieden mit seinen Trainingsleistungen“) setzt dabei auf Ribéry als Joker, den er „je nach Spielverlauf“ ziehen will. „Ich denke, es ist auch nicht so schlecht, wenn man einen Ribéry von der Bank bringen kann“, sagte Gomez.

Mit einem Sieg in Bremen und einem gleichzeitigen Schalker Punktverlust in Bochum könnten die Bayern wie schon am letzten Freitag wieder kurzzeitig Platz Eins übernehmen. „Wir wollen wieder vorlegen“, sagte Butt, und so den Druck auf Bayer Leverkusen erhöhen. Der Tabellenführer spielt erst am Sonntag in Hoffenheim. „Wir sind Tabellenführer für einen Tag gewesen und müssen das jetzt mal für längere Zeit sein“, hofft Van Gaal.

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