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Jetzt schon Zweiter

Nur Leverkusen trotzt FCB-Vormarsch

So ein bisschen gehofft hat man bestimmt am Sonntagabend beim FC Bayern. Darauf, dass Bayer Leverkusen bei der TSG Hoffenheim Federn lassen würde. Doch der Herbstmeister ließ sich vom Münchner Angriff durch den Sieg in Bremen nicht aus der Ruhe bringen und holte sich mit einem souveränen 3:0-Erfolg die Tabellenführung zurück. Zwei Punkte liegt die Werkself weiterhin vor den Bayern.

„Platz eins wäre schön gewesen“, sagte Christian Nerlinger, „aber mehr interessiert mich, wie wir zurzeit Fußball spielen. Das macht Hoffnung.“ Durch den knappen 3:2-Sieg in Bremen, der aufgrund des Spielverlaufs eher ein gefühltes 5:1 war, holten die Bayern in der Bundesliga zum sechsten Mal in Serie einen „Dreier“. Das ist zuletzt 2005/06 unter Felix Magath gelungen. Am Ende dieser Saison gab es das Double zu feiern.

Leverkusen 'zu Recht oben'

„Im Moment können wir uns nur selbst stoppen“, sagte Thomas Müller nach dem Erfolg in Bremen. Zumindest der Sprung von Platz drei auf zwei steht nach dem 19. Spieltag für den FCB zu Buche, da Magaths Schalker in Bochum in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich kassierten. Ein Punkt liegen die „Roten“ nun vor den „Königsblauen“. Besser standen die Bayern in dieser Saison noch nie in der Tabelle.

Nur Leverkusen trotzt weiterhin hartnäckig dem Münchner Vormarsch von Platz acht nach dem 12. Spieltag Richtung Tabellenspitze. „Bayern hat jetzt zwei Mal vorgelegt und wir haben beide Male zurückgeschlagen. Wir haben gezeigt, dass wir absolut gefestigt sind“, sagte Bayern-Leihgabe Toni Kroos, in Hoffenheim erneut einer der besten seines Teams. Coach Jupp Heynckes war mit der ersten Halbzeit noch unzufrieden, „danach haben wir gezeigt, dass wir zu Recht oben stehen."

FCB will noch mal vorlegen

Beim FC Bayern rechnet man jedenfalls nicht mit einem baldigen Leistungseinbruch der Rheinländer. „Leverkusen spielt momentan konstant gut. Wir müssen auf uns schauen und unsere Spiele gewinnen, dann ergibt sich alles von alleine“, sagte der ehemalige Leverkusener Jörg Butt im Gespräch mit fcbayern.de. „Ich glaube, wir müssen fast alle Spiele gewinnen, um Meister zu werden“, hatte Mario Gomez schon vor der Partie in Bremen gesagt.

Um den nächsten Pflichtsieg geht es am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Aufsteiger Mainz 05. Und kurioserweise können die Bayern mit einem Erfolg erneut für eine Nacht Platz eins einnehmen. Leverkusen spielt erst am Sonntag zuhause gegen den SC Freiburg. „Wir müssen weiter unsere Spiele gewinnen und dann bin ich mal gespannt, wie die anderen reagieren“, sagte Butt.

Am vorletzten Wochenende waren es 19 Stunden, jetzt immerhin schon 26 - so langsam summieren sich die Zeiten des FC Bayern an der Tabellenspitze. Einen kompletten Spieltag stand der Rekordmeister zuletzt Ende der Saison 2008/09 auf Platz eins. „Wir wollen im Mai oben stehen, das ist das Entscheidende“, sagte Butt und betonte: „Wir haben es selbst noch in der Hand.“ Am 30. Spieltag gastieren die Bayern in Leverkusen.

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