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'Mal besser, mal schlechter'

Ribéry sehnt sich nach Fußballschuhen

Die beiden großen Zehen sind dick verbunden und stecken in plüschig-weißen Hotelschlappen, Fußballschuhe hat Franck Ribéry auch am dritten Tag des Trainingslagers in Dubai nicht getragen. Statt mit der Mannschaft zu trainieren, arbeitete der Franzose wieder allein im Kraftraum. „Jetzt kommt er nicht einmal mehr in Turnschuhe“, berichtete sein Freund und Teamkollege Daniel van Buyten.

„Einen Tag ist es besser, einen Tag schlechter“, erzählte Ribéry, den seit der Ankunft in Dubai eine Entzündung der großen Zehen stark behindert. „Es ist sehr schmerzhaft“, sagte der 26-Jährige, der sich nicht erklären kann, woher die Probleme kommen: „Ich weiß es nicht. Am Sonntag in München habe ich ganz normal trainiert, in keinen neuen Schuhen. Im Flugzeug nach Dubai kam dann der Schmerz, so dass wir in Dubai Löcher gebohrt haben. Es ist viel Blut und Wasser abgelaufen.“

Seitdem kann der Franzose fast nur barfuß im Fitnessraum trainieren, nur als Zaungast taucht er immer wieder bei den Einheiten der Mannschaft auf - und das in der Vorbereitung auf eine der wichtigsten Halbserien seiner Karriere. Mit dem FC Bayern möchte er in der Bundesliga und in der Champions League angreifen, im Sommer steht dann die Weltmeisterschaft auf dem Programm.

„Die Rückrunde ist sehr wichtig für den Verein und für mich. Aber wegen dieser kleinen Probleme kann ich nicht in Form kommen“, ärgerte sich Ribéry, der schon seit Saisonbeginn vom Verletzungspech verfolgt wird. Erst zwang in eine Entzündung der Patellasehne im Knie zu einer langen Pause, dann verhinderte eine Nagelbettentzündung vor der Winterpause sein Comeback. Und jetzt zwingen in die großen Zehen erneut zum Zuschauen.

„Manchmal ist es hart und stressig“, deutete Ribéry in Dubai an, wie sehr ihm sein bisheriger Saisonverlauf zu schaffen macht. Nur neun Pflichtspiele, davon zwei über 90 Minuten, hat er in der Hinrunde bestritten, zum letzten Mal kam er vor drei Monate zum Einsatz. Doch Ribéry lässt sich nicht unterkriegen. Noch in Dubai, so hofft er, will er wieder mit dem Ball trainieren. „Gegen Hoffenheim im Kader zu stehen, wäre schön“, schloss er sein Mitwirken zum Rückrundenstart nicht aus.

Und auch eine Vertragsverlängerung beim FC Bayern kann sich der französische Nationalspieler vorstellen. „Natürlich“ sei das möglich, meinte der von europäischen Topklubs umworbene Dribbelkünstler, dessen Vertrag beim deutschen Rekordmeister noch bis 2011 läuft: „Die Bayern haben alle Chancen, mich zu halten. Es ist ein großer Klub, sie haben immer alles für mich getan. Ich fühle mich hier wohl." Noch vor der Weltmeisterschaft wolle er seine Zukunft klären. Am wichtigsten für Ribéry ist momentan aber erst einmal, wieder Fußballschuhe tragen zu können.

Für fcbayern.de in Dubai: Nikolaus Heindl

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