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Vertrag, Jubiläum, Geburtstag

Daniel van Buyten räumt ab

Als der Schiedsrichter am letzten Wochenende das Spiel gegen Mainz abpfiff, kullerte der Ball Daniel van Buyten vor die Füße. Der FCB-Verteidiger befand sich in der eigenen Spielhälfte, rund zehn Meter hinter der Mittellinie, und als er das Leder auf sich zurollen sah, dachte er nicht lange nach. Er haute einfach drauf und der Ball flog 40 Meter, 50 Meter, 60 Meter - und landete im Tor. Es war der Auftakt zur Woche des Daniel van Buyten.

Vergangenen Donnerstag verlängerte er seinen Vertrag beim FC Bayern, am Samstag in Wolfsburg wird er sein 150. Bundesligaspiel bestreiten, am Sonntag seinen 32. Geburtstag feiern. In der Welt des Belgiers ist zurzeit alles in bester Ordnung. „Ich fühle mich mit meiner Familie sehr wohl hier“, sagte er am Freitag. Und das sei ein wesentlicher Grund gewesen, warum er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag in München um zwei Jahre (bis 2012) verlängert hat.

„Woanders hätte ich mehr verdienen können. Ich hatte gute Angebote aus dem Ausland“, erzählte Van Buyten, „aber man muss sich wohlfühlen.“ Und deswegen musste der Innenverteidiger nicht lange nachdenken, als er am Mittwoch ein Angebot des FC Bayern bekam. Einen Tag später hatte er unterschrieben.

'Er blüht auf'

„Ich bin glücklich, dass sich der Verein entschieden hat, mit mir zwei Jahre zu verlängern“, meinte Van Buyten aufgrund der Tatsache, dass der FC Bayern zuletzt dazu tendiert hatte, mit Spielern über 30 Jahren nur Einjahresverträge abzuschließen. „Das wäre ein bisschen knapp gewesen“, meinte der 1,96-Meter-Hüne, der sich körperlich „sehr stark“ fühle.

Auch auf dem Rasen erlebte Van Buyten in der laufenden Saison eine Art zweiten Frühling. „Er blüht richtig auf“, meinte Mario Gomez, „hinten räumt er ab, vorne schießt er wichtige Tore. Ich glaube, dass er in seinem Alter jetzt noch mal einen großen Schritt gemacht hat.“ Dazu hat Chefcoach Louis van Gaal seinen Beitrag geleistet. „Mit dem Trainer habe ich mich noch verbessert. Er hat Dinge aus mir herausgeholt, die ich mir nicht zugetraut hatte“, sagte Van Buyten.

Baggern an Ribéry

Jetzt will er in den kommenden zwei Jahren mit dem FC Bayern das Maximale herausholen - national und international. „Der Verein hat die Perspektive, in den nächsten Jahren die Champions League zu gewinnen“, sagte Van Buyten, dem zum Glück jetzt eigentlich nur noch eines fehlt: Dass auch sein Freund Franck Ribéry in München bleibt. „Ich würde mich freuen, wenn er auch bleiben würde“, meinte Van Buyten.

„Ich sage ihm oft: Du weißt, wie du hier lebst, wie du hier spielst, welche Anerkennung du hier besitzt. Das hast du nicht überall“, erzählte der Belgier, der glaubt, dass durch seine eigene Vertragsverlängerung „ein paar Prozente mehr“ für den Verbleib Ribérys in München sprechen. „Aber ob das jetzt genug ist, mit ihm zu verlängern, weiß ich nicht.“

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