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Bayern gegen HSV

Die Oranje-Nacht in der Allianz Arena

Vier Holländer auf dem Platz, zwei auf der Bayern-Trainerbank, der niederländische Nationalcoach auf der Tribüne und auch der derzeitige Rasen in der Allianz Arena kommt aus Holland - wenn der FC Bayern am Sonntagabend den Hamburger SV zum Bundesligaspitzenspiel empfängt, wird der Föttmaninger Fußball-Tempel fast ein wenig in „Oranje“ leuchten.

„Es wird ein oranges Spiel. Auf dem Feld und daneben sind viele Holländer, das wird lustig“, sagte Bayern-Kapitän Mark van Bommel im Vorfeld des großen Holländer-Treffens. „Oranje ist eine schöne Farbe, vor allem im Fußball“, meinte Mittelfeldstar Arjen Robben, der sich speziell auf ein Wiedersehen mit Ruud van Nistelrooy gefreut hatte. Der Winterneuzugang des HSV, der bis vor kurzem genau wie Robben bei Real Madrid unter Vertrag stand, fehlt aber in München angeschlagen.

Von Hesselink zu Van Gaal

Van Bommel und Robben bilden beim FC Bayern die Holländer-Fraktion auf dem Platz. Auf der Bank schwingt der niederländische Fußballlehrer Louis van Gaal seit dieser Saison erfolgreich das Zepter. Der 58-Jährige hat neben Co-Trainer Andries Jonker zwei weitere Landsmänner in seinem Mitarbeiterstab (Jos van Diyk und Max Reckers).

„Fußball ist immer das Spiel von einer Mannschaft gegen die andere, aber am Sonntag ist das sicherlich auch ein Spiel zwischen Holländern", sagte Van Gaal vor der Partie, bei der der FC Bayern seinen 110. Geburtstag gebührend feiern will. Passend zum Oranje-Treffen an diesem Tag: Der erste Trainer in der Geschichte des Rekordmeisters war der in Arnheim geborene Dr. Willem Hesselink (1903 bis 1908).

Auch der Bondscoach ist da

Auch beim HSV setzt man nicht erst seit dieser Saison auf Fußballer aus dem Nachbarland. Neben Stürmerstar Van Nistelrooy (Robben: „Wenn er fit ist und seinen Rhythmus findet, gehört er immer noch zu den besten Torjägern der Welt"), gehören auch Joris Mathijsen und Eljero Elia zur Stammelf. Mit Romeo Castelen befindet sich ein vierter HSV-Oranje derzeit im Aufbautraining.

Kein Wunder, dass sich auch der Trainer der „Elftal“ den Holländer-Gipfel in der Bundesliga nicht entgehen lassen will. Bondscoach Bert van Marwijk wird sich drei Tage vor dem Länderspiel gegen die USA persönlich einen Eindruck von seinen Deutschland-Legionären machen - und bestimmt auch von seiner Tochter und seinen Enkelkindern mit dem Nachnamen Van Bommel.

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