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Meister gegen Rekordmeister

FCB im Fernduell um Platz eins

Der Angriff des FC Bayern auf die Tabellenspitze geht in die nächste Runde, diesmal allerdings soll der Sprung auf Platz eins von längerer Dauer sein. Nachdem sich der Rekordmeister zuletzt drei Mal für jeweils einen Tag die begehrte Pole Position sichern konnte, soll nun mit einem Sieg am Samstag beim VfL Wolfsburg (ab 15.15 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio der zeitgleich spielende Tabellenführer Bayer Leverkusen (in Bochum) vom Thron gestoßen werden.

„Im Moment läuft es sehr, sehr gut und so fahren wir auch selbstbewusst nach Wolfsburg“, sagte Philipp Lahm vor dem Gastspiel bei den „Wölfen“, die in der vergangenen Spielzeit mit einem 5:1-Erfolg gegen den FCB den Meilenstein für den späteren Gewinn der deutschen Meisterschaft gesetzt hat. „Das war letzte Saison. Wir fahren da hin, um in dieser Saison drei Punkte zu holen“, stellte Lahm klar, dass die letzte Partie keine Rolle mehr spielt.

Zumal die Ausgangslage dieses Jahr eine völlig andere ist: Auf der einen Seite die Bayern, die seit 13 Bundesligaspielen ungeschlagen sind und mit der Empfehlung von sieben Siegen in Folge und 23:6 Toren nach Wolfsburg reisen. Auf der anderen Seite der seit acht Spielen sieglose Titelverteidiger, bei dem Lorenz-Günther den glücklosen Armin Veh auf der Trainerbank abgelöst hat und am Samstag vor seinem Heimdebüt steht.

„Wir nehmen Wolfsburg sehr ernst, weil es eine hochkarätig besetzte Mannschaft ist“, warnte Sportdirektor Christian Nerlinger davor, die Niedersachsen, die aus den letzten fünf Heimspielen lediglich zwei Punkte holten, zu unterschätzen. „Das wird sicherlich eine schwere Aufgabe, die wir meistern müssen. Wir sind immer noch Jäger, nicht der Gejagte, das soll sich so schnell wie möglich ändern. Ausrutschen dürfen wir nicht, sondern wir müssen da drei Punkte einfahren.“

Das richtige Spiel für Wolfsburg

Das sieht auch Trainer Louis van Gaal so. „Ich denke, dass wir in einer guten Verfassung sind und Wolfsburg in einer etwas weniger guten. Aber das kann sich in einem Spiel ändern und gegen Bayern ist für Wolfsburg das richtige Spiel, um das zu erreichen“, sagte der Niederländer. Es sei „immer einfacher gegen Bayern das zu erreichen als gegen andere Mannschaften in der Bundesliga. Die Motivation ist da immer größer.“

„Wenn wir nur mit 80 Prozent antreten, hat Wolfsburg genug Qualität, uns zu schlagen“, weiß auch Daniel van Buyten, dass die Wolfsburger der vielleicht erste echte Gradmesser im Jahr 2010 ist. Stürmer Mario Gomez glaubt sogar daran, dass der Meister seine Talsohle nun durchschritten hat: „Wir dürfen nicht denken, dass Wolfsburg einfach zu schlagen ist. Sie haben nach wie vor Klasse-Spieler und man hat in Stuttgart gesehen, was ein Trainerwechsel bewirken kann.“

Van Gaal hat die Qual der Wahl

Wie schon in den letzten Wochen hat Van Gaal auch vor der Partie in der Volkswagen-Arena personell die Qual der Wahl. Der 59-Jährige dürfte erneut auf die erfolgreiche Startformation der letzten Spiele setzen, Franck Ribéry bleibt weiterhin die Rolle als Joker. „Er wird immer fitter und ich denke, dass wir mit Ribéry stärker sind“, sagte Van Gaal, stellte aber klar: „Ich muss immer die in diesem Moment beste Mannschaft aufstellen“.

Die sollte Van Gaal gegen den VfL auf jeden Fall gelingen. Kann der FCB auch in Wolfsburg an die Leistungen der letzten Spiel anknüpfen und Bayer Leverkusen zugleich in Bochum verlieren, könnte der FCB erstmals in dieser Saison am Ende eines Spieltages die Tabellenführung übernehmen. Und so weiß Philipp Lahm: „Wenn wir unsere Leistung bringen, wird uns keiner in der Bundesliga schlagen, dann werden wir auch in Wolfsburg gewinnen.“

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