präsentiert von
Menü
Rekordjagd im Derby

FCB will im Fernduell um Platz eins vorlegen

Derby-Zeit in der Fußball-Bundesliga. Zum insgesamt 52. Mal kommt es am Samstag in der höchsten Spielklasse zum bayrischen Derby zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Nürnberg (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv). Mit einem Sieg beim abstiegsbedrohten „Club“ will der Rekordmeister im Fernduell mit Spitzenreiter Bayer Leverkusen erneut vorlegen und die Werkself, die erst am Sonntag in Bremen ran muss, endlich von Platz eins verdrängen.

„Wir müssen gegen Nürnberg da weitermachen, wo wir gegen Florenz aufgehört haben, weil in der Bundesliga die Tabellenführung winkt“, gab Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge die Zielsetzung für das insgesamt 180. Derby zwischen dem FCB und den Franken aus. Dabei stellte Rummenigge klar, dass die Bayern dem Tabellenvorletzten keine Nachbarschaftshilfe leisten können. „Wir brauchen selber jeden Punkt.“

13 Pflichtspielsiege in Folge stehen für den FCB zu Buche, in der Liga ist der Tabellenzweite gar seit 15 Partien unbesiegt. Mit einem weiteren „Dreier“ in Nürnberg könnten die Bayern ihren zehnten Liga-Erfolg hintereinander feiern und nebenbei den Bundesligarekord von Gladbach und Wolfsburg einstellen. „Ich glaube nicht, dass das bei den Spielern eine Rolle spielt“, meinte Trainer Louis van Gaal, merkte aber an, diesen Aspekt als Motivationshilfe einsetzen zu wollen: „Wir können Geschichte schreiben.“

Doch daran denkt an der Säbener Straße derzeit niemand, auch wenn die Vorzeichen klar für einen Münchner Sieg sprechen. „Die Nürnberger sind in einer schwierigen Situation, sie kämpfen um jeden Punkt. Und das werden sie gegen uns auch machen“, weiß Kapitän Mark van Bommel. „Wir sind uns bewusst, dass das kein Selbstläufer wird. Das wird mit Sicherheit ein sehr, sehr schwieriges Spiel“, warnte Torhüter Jörg Butt davor, die Franken zu unterschätzen.

Vielmehr müsse der FCB „auch da wieder geduldig spielen“, so Butt weiter. „Wir fahren mit dem Ziel nach Nürnberg, dort drei Punkte zu holen.“ Van Gaal weiß jedoch, dass es „jede Woche schwieriger wird“, die Spiele zu gewinnen. Dortmund und Florenz hätten bewiesen, dass sich die Gegner zunehmend besser auf die Spielweise der Münchner einstellen. „Da gilt es von unserer Seite dagegenzuhalten und uns Chancen herauszuarbeiten. Das wird am Samstag nicht anders“, sagte Miroslav Klose, Siegtorschütze gegen Florenz.

Gegen den „Club“ muss Van Gaal seine in den letzten Wochen erprobte Startformation allerdings ändern. Neben Daniel van Buyten (Muskelfaserriss in der Wade) wird auch Franck Ribéry wegen einer Prellung nicht zur Verfügung stehen. Wer die beiden vakanten Plätze in der Anfangself einnehmen wird, darauf wollte sich Van Gaal noch nicht festlegen. Holger Badstuber wird wohl in die Innenverteidigung rücken, möglicherweise könnte Diego Contento erstmals von Beginn an spielen.

„Die Nürnberger spielen einen guten Ball, sie haben nach vorne sehr gute Spieler“, lobte Klose die Franken, die sich seiner Meinung nach bisher unter Wert geschlagen haben. „Es wird nicht einfach.“ Philipp Lahm freut sich auf das Derby, „obwohl es trotzdem nur ein Spiel wie jedes andere ist. Für uns ist wichtig, dass wir drei Punkte holen, damit wir ganz oben angreifen.“ Der „Club“ dürfe „gerne eine Serie starten. Aber erst nach dem Wochenende.“

Weitere Inhalte