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'Glücklicher Sieg'

FCB zuversichtlich fürs Rückspiel

Nach Bundesliga und DFB-Pokal bleibt der FC Bayern auch auf internationalem Parkett auf Kurs. Durch den knappen, aber verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den AC Florenz am Mittwochabend hat sich der deutsche Rekordmeister eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel geschaffen. Schon ein Remis am 9. März in der Toskana reicht den Bayern für den Einzug in die Runde der letzten Acht.

„Wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste“, sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal nach der Partie vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena. „Wir sind ein Tor vorne. Es wird schwierig in Florenz, aber die Chancen stehen 50:50, vielleicht ein bisschen mehr für uns.“ Auch Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich nach dem Spiel „zufrieden, wir haben gewonnen und fahren durchaus optimistisch nach Florenz, um ins Viertelfinale einzuziehen.“

Für Gesprächsstoff sorgte vor allem der Siegtreffer des eingewechselten Miroslav Klose in der 89. Minute aus Abseitsposition, sehr zum Leidwesen der „Fiorentina“ und der mitgereisten Tifosi. „Es war Abseits und ich wäre auch sauer gewesen“, räumte Van Gaal ein. „Dass die Italiener sich ärgern, ist für mich nachvollziehbar. Es war eine Abseitsposition“, meinte Sportdirektor Christian Nerlinger und sprach wie Rummenigge von einem verdienten, aber auch „glücklichen“ Sieg.

Dabei tat sich der Rekordmeister in den vorangegangenen 88 Minuten gegen den Tabellen-Elften der italienischen Serie A lange Zeit schwer. „Sie waren sehr defensiv, haben ganz anders gespielt als in den letzten Wochen“, analysierte Mannschaftskapitän Mark van Bommel. „Florenz hat taktisch sehr gut gespielt, sie hatten das System geändert und wir haben das nicht lösen können“, musste auch Van Gaal eingestehen.

Vor allem im Aufbauspiel konnten die Münchner nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen in der Bundesliga anknüpfen. Der Ball wurde nicht lange genug in den eigenen Reihen gehalten, der freie Mitspieler zu selten gefunden. Viele unnötige Ballverluste und zu langsame Spielverlagerungen machten es den geschickt verteidigenden Italienern leicht, die Angriffe der Bayern zu unterbinden und damit nur wenige Torchancen zuzulassen.

So blieb es bis zur Halbzeit bei der knappen 1:0-Führung durch einen verwandelten Foulelfmeter von Arjen Robben (45.+3). Per Krøldrup (50.) gelang kurz nach dem Seitenwechsel nach einer Unachtsamkeit in der FCB-Deckung der zwischenzeitliche Ausgleich. „Florenz hat keine Chancen kreiert, aber trotzdem ein Tor geschossen“, bemängelte Van Gaal. „Das ist Champions League, der geht gleich rein“, ärgerte sich auch Van Bommel über den vermeidbaren Gegentreffer.

Immer für ein Tor gut

„In der Champions League gibt es keine schlechten Mannschaften. Florenz muss man ernst nehmen und das werden wir auch im Rückspiel tun“, sagte Rummenigge. „Für uns ist es umso wichtiger, dass wir am Schluss noch 2:1 gewonnen haben, das macht die Dinge für uns etwas einfacher. Mit 1:1 wäre es schwierig gewesen, jetzt haben wir durchaus gute Chancen.“

Dieser Ansicht sind auch Van Bommel und seine beiden Stellvertreter. „Ich denke, dass es in Florenz einfacher wird, weil wir da mehr Raum bekommen“, ist der Kapitän zuversichtlich, im Rückspiel den Viertelfinal-Einzug perfekt zu machen. „Jetzt muss Florenz erst einmal zu Hause gewinnen, sie müssen offensiver spielen. Das tut uns sehr gut“, ergänzte Philipp Lahm. Und Bastian Schweinsteiger weiß: „Wir sind auswärts immer für ein Tor gut.“

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