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Nur Klose fällt aus

Gegen Dortmund winkt die Tabellenführung

Als Louis van Gaal am Freitagvormittag die Spielerkabine an der Säbener Straße betreten hat, dürfte er ziemlich erleichtert gewesen sein. Der Raum im Erdgeschoss des Leistungszentrums war nämlich bestens gefüllt. Auch die Spieler waren anwesend, die zuletzt Opfer des Magen-Darm-Virus wurden, wie zum Beispiel Ivica Olic und Danijel Pranjic. Noch am Vortag hatten die Bayern zur Minderung der Ansteckungsgefahr in zwei Gruppen trainiert.

Rechtzeitig zu Beginn „der heißen Phase der Saison“ (Karl-Heinz Rummenigge) mit den beiden Heimspielen am Samstagabend gegen Borussia Dortmund (ab 18.15 Uhr im Liveticker und im Webradio) und vier Tage später im Champions-League-Achtelfinalhinspiel gegen den AC Florenz konnte Van Gaal also Entwarnung geben. Nur Miroslav Klose steht aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung nicht zur Verfügung, „aber wahrscheinlich wird er gegen Florenz wieder dabei sein“, berichtete Van Gaal.

Punktgleich mit Tabellenführer Bayer Leverkusen gehen die Bayern in den 22. Spieltag. Erstmals in der Rückrunde legen aber die nur noch um zwei Tore besseren Rheinländer vor. Das Team von Jupp Heynckes spielt bereits um 15.30 Uhr zuhause gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg. Die Bayern werden bei Anpfiff ihres Spiels um 18.30 Uhr also ganz genau wissen, welches Ergebnis sie benötigen, um erstmals seit dem 17. Mai 2008 wieder nach einem kompletten Spieltag auf Platz eins zu stehen.

„Das wäre schön“, sagte Van Gaal, der aber einmal mehr betonte: „Wichtiger ist es, am 34. Spieltag oben zu sein. Dann bist du Meister, jetzt kannst du das noch nicht werden.“ Das primäre Ziel des Bayern-Coachs gegen Dortmund sind die drei Punkte. „Ich will bis Saisonende kein Spiel mehr verlieren“, sagte der 58-jährige Fußballlehrer.

Gegen Dortmund das Dutzend voll machen

Elf Pflichtspiele haben die Bayern zuletzt in Folge gewonnen, seit 14 Spielen sind sie in der Bundesliga ungeschlagen. Beim 3:1 in Wolfsburg und zuletzt beim 6:2 gegen Fürth im Pokal hat Van Gaal aber einiges zu bemängeln gehabt. „Da waren wir nicht so gut, aber wir haben gewonnen. Das ist das wichtigste.“ Gegen den BVB („ein schwerer Gegner“) erwartet er aber eine Steigerung in Sachen Konzentration und auch Form seiner Mannschaft.

„Wir sind gewarnt, dass wir wieder besser spielen müssen. Sonst wird es am Samstagabend schwer“, sagte Vize-Kapitän Philipp Lahm, der aber trotzdem voller Optimismus und auch Selbstvertrauen den „Schwarz-Gelben“ entgegentreten will: „Wir spielen zuhause, wir sind gut drauf - deswegen müssen wir nur auf uns schauen.“

Wieder mal ein Spitzenspiel

Bayern gegen Dortmund - seit langer Zeit ist das Duell der beiden Mannschaften, die zusammen 12 der letzten 16 Meistertitel gewonnen haben, wieder mal ein echtes Spitzenspiel. Der BVB kommt als Tabellenfünfter in die Allianz Arena, in der die Ostwestfalen bei vier Auftritten erst ein Mal punkten konnten. Zuletzt gab es für die Mannschaft von Jürgen Klopp in der Bundesliga allerdings zwei Niederlagen in Folge. „In München können sie wieder einiges gut machen“, warnte Holger Badstuber. „Aber wir wollen auf gar keinen Fall etwas anbrennen lassen und drei Punkte einfahren.“

Beim BVB fühlt man sich jedenfalls in der Außenseiterrolle nicht ganz unwohl. „Wir messen uns mit der besten deutschen Mannschaft. Nur wenn wir mit der maximalen Überzeugung ins Spiel gehen, sind wir ein unangenehmer Gegner", sagte Klopp, der beim Blick auf die Statistik - der letzte Dortmunder Erfolg in München datiert vom 12. Oktober 1991 - ironisch bemerkte: „Wollen wir wirklich hinfahren?“

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