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DFB-Pokal-Viertelfinale

'Ich war böse in der Halbzeit'

Zum 21. Mal in der Vereinsgeschichte steht der FC Bayern im Halbfinale des DFB-Pokals. Doch das 6:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth war ein hartes Stück Arbeit. Zur Pause lag der Rekordpokalsieger noch mit 1:2 im Rückstand, was Trainer Louis van Gaal gar nicht schmeckte: „Ich war natürlich sehr böse in der Halbzeit“, sagte der Niederländer anschließend und bemängelte die fehlende Aggressivität seiner Mannschaft. Doch nach einer Steigerung im zweiten Abschnitt zog der FCB letztlich standesgemäß in die Vorschlussrunde ein.

Die Stimmen im Überblick

Louis van Gaal: „Ich war natürlich sehr böse in der Halbzeit. Wenn man ein Pokalspiel hat, gibt es keinen Weg zurück. Wenn wir verlieren, sind wir raus. Das kann nicht sein. Fürth hat eine sehr gute erste Hälfte gespielt, aber wir haben eine sehr gute zweite Hälfte gespielt. Fürth war aggressiver als wir. Das darf nicht sein. Die Wechsel waren auch wichtig. Das ist schön, dass wir immer noch in drei Wettbewerben sind. Das ist wichtig für eine Spitzenmannschaft. Jetzt stehen wir nur noch ein Spiel vor Berlin.“

Mark van Bommel: „Wir haben mit dem Tor nicht schlecht angefangen, aber unkonzentriert weitergespielt. Wir waren nicht aggressiv genug und haben jedes Mal die falsche Lösung gesucht. Fürth hat verdient die Tore geschossen und wir haben es uns selber schwer gemacht. Wir sind nicht in der Situation, um überheblich zu sein. Wir haben noch nichts gewonnen in dieser Saison und das wollen wir. In einem Viertelfinale, in dem es um ein Spiel geht, kann man nicht überheblich spielen. Wir haben nicht gut gespielt, aber wir waren nicht überheblich.“

Thomas Müller: „Nach der schwachen ersten Hälfte muss man natürlich etwas verändern. Wir sind gut reingekommen und dann ist aus irgendwelchen Gründen die Konzentration verloren gegangen. Wir haben nicht richtig ins Spiel reingefunden. Die Fürther haben uns gleich unter Druck gesetzt. Dann muss man sich an die eigene Nase packen und in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht zeigen. Wir wollen alle ins Finale, wenn man dann hinten liegt, muss man Vollgas geben und mit mehr Konzentration spielen. Das haben wir dann auch gemacht. Das ganze Team hat sich gesteigert, dann ist es für jeden einfacher. Am Schluss hatten wir viele Torchancen. Ich hätte noch ein, zwei Tore mehr machen müssen.

Mike Büskens (Trainer Fürth): „Wir waren krasser Außenseiter, aber auch der hat immer eine Chance. Und die wollten wir nutzen. In der Halbzeit habe ich gedacht, wir können eine Sensation schaffen. Durch den Doppelschlag zum 2:2 und 2:3 haben wir die Organisation verloren und die individuelle Stärke der Bayern kam mehr und mehr zum Tragen. Das Ergebnis in dieser Höhe ist natürlich bitter."

Sami Allagui (Torschütze zum 2:1): „Wir haben das in der ersten Hälfte sehr gut gemacht. Bayern hatte keine Auswege und kaum Chancen gehabt. Wir haben zwei gute Konter eingefahren und gehen mit 2.1 in Führung. Dann sind wir nicht gut aus der Halbzeit gekommen und dann spielen es die Bayern natürlich klasse aus. Wir haben gegen den FC Bayern gespielt und nicht gegen irgendjemand anderen. Wir haben in der ersten Hälfte gezeigt, was wir können.“

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