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'Tor ist Tor'

Klose kämpft um einen Stammplatz

Sein Näschen hatte Miroslav genau an den richtigen Ort geführt. Bei Arjen Robbens Schuss war er seinem Gegenspieler enteilt und stand ganz frei vor dem gegnerischen Tor. Als Ivica Olic den Abpraller des Torwarts dann quer legte, brauchte er nur noch einnicken. Es war der 2:1-Siegtreffer des FC Bayern am Mittwochabend im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den AC Florenz. Nur einen Schönheitsfehler gab es: Klose stand mindestens einen Meter im Abseits, was das Schiedsrichtergespann aber übersah.

„Man muss auch sagen, dass es knapp war“, meinte Klose am Tag danach, ein kurzes Lächeln huschte über sein Gesicht. Dann war der FCB-Stürmer wieder ernst. „Tor ist Tor“, meinte er, „ich habe auch schon Tore geschossen, wo ich nicht im Abseits stand und es wurde gewunken. Das gleicht sich am Schluss aus.“

Seinen Treffer gegen Florenz will Klose nicht mehr hergeben. Denn Tore sind nun mal das wichtigstes Argument eines Stürmers - gerade in Kloses Situation. Der deutsche Nationalspieler saß in den letzten Wochen meist draußen und kämpft um die Rückkehr in die Stammelf. „Wer mich kennt, weiß, dass ich dränge, wieder Spiele von Anfang an zu machen“, sagte er.

Klose will 'was bewegen'

Zuletzt hatte der 31-Jährige Mitte November beim Bundesligaspiel gegen Leverkusen in der Startformation des FC Bayern gestanden. Dabei verletzte er sich am Ellbogen und musste zwei Spiele pausieren. Gerade in dieser Zeit etablierten sich Mario Gomez und Ivica Olic als Sturmformation - und Klose, der bis zum Leverkusenspiel in 14 von 16 Partien in der Startelf gestanden hatte, musste mit einem Bank auf der Bank vorlieb nehmen.

An seiner Joker-Rolle werde sich auch durch das Tor gegen Florenz - es war sein erster Champions-League-Treffer in dieser Saison - vorerst nichts ändern, glaubt Klose. Zusammen mit Olic war er in der 66. Minute eingewechselt worden. Das Duo sorgte sofort für frischen Wind im FCB-Angriffsspiel. „Wenn man reinkommt, will man natürlich was bewegen“, sagte Klose, der „im Großen und Ganzen“ zufrieden mit seiner Leistung war.

Gespräche mit dem Trainer

In den vier ersten Bundesligaspielen nach der Winterpause war er jeweils eingewechselt worden, ehe er sich im Training am Sprunggelenk verletzte. Nach zwei Spielen Pause stand er gegen Florenz erstmals wieder im Kader und zeigte, dass er heiß ist auf die Startelf. „Es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre“, meinte der WM- und Bundesliga-Torschützenkönig von 2006.

Seine momentane Joker-Rolle hat Klose akzeptiert („Der Kader ist so groß, dass man auch mal auf der Bank Platz nehmen muss. Und man muss auch ehrlich sagen, dass die anderen das gut machen.“), doch der Torjäger kämpft um seine Rückkehr in die erste Elf. „Ich zeige dem Trainer jeden Tag, dass ich da bin, dass ich mich nicht zurücklehne“, berichtete er, „ich habe schon oft mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass ich natürlich spielen will und auf meine Chance warte.“ Diese Chance, davon ist Klose überzeugt, wird er in den kommenden englischen Wochen bekommen.

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