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'So schön wie noch nie'

Mario Gomez fühlt sich pudelwohl

Man kann nicht behaupten, er hätte es nicht versucht. Ganz im Gegenteil. Mario Gomez war der fleißigste Bundesligastürmer nach der Winterpause. Insgesamt 15 Mal hat er in den ersten drei Spielen nach der Winterpause auf das gegnerische Tor geschossen, mehr als jeder andere Spieler in der Liga. Nur ins Tor hat er nicht getroffen.

„Es war wie verhext“, sagte er, „es war immer der Pfosten, der Torwart, ein Fuß oder irgendwas dazwischen.“ Bis zur 75. Spielminute gegen Mainz am letzten Samstag. An der Seitenlinie stand bereits Miroslav Klose bereit, um für Gomez eingewechselt zu werden. Da drang Philipp Lahm in den Strafraum ein, legte zurück an den Elfmeterpunkt und Gomez schoss den Ball mit dem linken Fuß flach zum zwischenzeitlichen 2:0 ins Tor.

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, dass dieser Ball reinging“, sagte Gomez, der in den letzten fünf Ligaspielen vor der Winterpause immer getroffen hatte. Das neue Jahr begann dann mit einer Pechsträhne, die sich auch gegen Mainz zunächst fortsetzte. Erst traf er den Pfosten (30. Minute), dann klärte zweimal der Mainzer Torwart in letzter Sekunde vor ihm (71., 74.). Doch dann kam der Ball von Lahm und Gomez konnte nach seiner letzten Ballberührung des Spiels doch noch jubeln. Kurz darauf wurde er wie geplant ausgewechselt.

Gomez schwärmt

„Das Tor, das mir Philipp auflegt, machen wir im Training jede Woche 20 Mal. Irgendwann zahlt sich das aus“, berichtete Gomez, der sich nach einem „Wechselbad der Gefühle“ zu Saisonbeginn inzwischen in der Mannschaft von Louis van Gaal etabliert hat. Seit Mitte November ist er gesetzt im Sturm, gehörte seitdem in acht Ligaspielen in Folge zur Startformation und steuerte dabei sechs Tore und drei Vorlagen zur aktuellen Erfolgsserie des FCB bei.

„Für mich persönlich ist es so schön wie noch nie in meiner Karriere“, sagte der 24-Jährige jetzt nach dem 3:0 gegen Mainz. Innerhalb eines halben Jahres hat der ehemalige Stuttgarter das FCB-Gen angenommen, fühlt sich in Stadt und im Klub pudelwohl. „Jedes Spiel macht unheimlich Spaß. Jeder Spieler will den Ball, jeder rennt nach vorne, jeder rennt nach hinten“, schwärmte er von „seiner“ Mannschaft.

'Schön anzusehen, schön mitzuspielen'

Das Mainz-Spiel hat dies einmal mehr bestätigt. „Ich habe es vorhin auf der Bank gesagt: Es läuft die 90. Minute, es steht 3:0 für uns, wir haben noch einmal einen Konter und sieben Mann von uns laufen nach vorne und wollen den Ball“, sagte Gomez, „das ist schön anzusehen und es ist schön mitzuspielen.“ Und am schönsten ist es für einen Stürmer natürlich, Tore zum Erfolg beizusteuern.

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