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'Einfach weitermachen'

Müller spielt und trifft auch in Rückrunde

Es lief schon die dritte Minute der Nachspielzeit, als Thomas Müller seine Mannschaft doch noch zum Sieg hätte schießen können. Ein Querschläger von Club-Verteidiger Andreas Wolf war direkt vor seinen Füßen gelandet und Müller hatte freie Bahn Richtung Nürnberger Tor. Doch dem 20-Jährigen sprang der Ball zu weit vom Fuß und FCN-Schlussmann Raphael Schäfer konnte das Leder vor ihm aufnehmen. Unmittelbar darauf war das Spiel zu Ende.

„Das ist natürlich sehr ärgerlich“, sagte Müller wenig später in Katakomben des easyCredit-Stadions. 1:1 hatte sich der FC Bayern im 180. fränkisch-bayrischen Derby vom 1. FC Nürnberg getrennt und war damit erstmals seit 13 Pflichtspielen nicht als Sieger vom Platz gegangen. „Es ist brutal ärgerlich, dass wir nicht das zweite Tor gemacht haben“, sagte Müller weiter.

Er selbst hatte seine Mannschaft in der 38. Minute in Führung geschossen und auch selbst mit einem Pass auf Olic den Treffer eingeleitet. Nach Zuspiel von Offensiv-Kollege Mario Gomez traf der U21-Nationalspieler aus elf Metern mit rechts genau rechts oben ins Kreuzeck. Es war bereits Müllers siebtes Bundesliga-Tor und sein insgesamt 13 Pflichtspieltor in dieser Saison. Nur Gomez hat beim FCB öfter getroffen.

Gleich in seiner ersten Spielzeit bei den Profis hat sich Müller in der Stammformation von Louis van Gaal festgespielt. Auch nach der Rückkehr von Arjen Robben und Franck Ribéry blieb der 20-Jährige in der Mannschaft. In der Rückrunde bestritt er alle Pflichtspiele in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League von Beginn an. Müllers großer Vorteil: Er kann in der Offensive nahezu jede Position einnehmen.

„Am liebsten spiele ich als hängende Spitze, da habe ich in der Hinrunde meine besten Spiele gemacht. Aber es macht mir auch nichts aus, wenn ich woanders spiele“, sagte Müller kürzlich. Gegen Nürnberg spielte er für den geschonten Ribéry im linken Mittelfeld. Drei Tage zuvor gegen Florenz war er noch die zweite Spitze neben Gomez.

Müller schieße auch Tore, wenn er mal nicht gut spiele, hat Hermann Gerland einmal über den gebürtigen Weilheimer gesagt. Das FCB-Eigengewächs kann aber nicht nur Tore machen, sondern auch vorbereiten. Mit sieben Assists führt er die teaminterne Rangliste vor Robben, Gomez und Philipp Lahm (jeweils 5) an. „Ich versuche gar nicht, es zu steigern“, sagte Müller in der Winterpause über seine persönlichen Ziele für die Rückrunde, „sondern einfach, weiterzumachen.“ Bis jetzt ist ihm das ganz gut gelungen.

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