präsentiert von
Menü
Neunter Sieg in Folge

'Zu sozial' für die Tabellenführung

Als Mario Gomez fünf Minuten vor Schluss alleine auf Borussia Dortmunds Keeper Marc Ziegler zulief, sprangen die Bayern-Fans von ihren Sitzen: Jetzt ein Treffer und der FC Bayern ist endlich wieder Tabellenführer. Anstatt zu schießen wollte der Mittelstürmer dem kurz zuvor eingewechselten Ivica Olic ein Erfolgserlebnis bescheren und legte denn Ball quer zu seinem Mitspieler. Doch Olic rechnete gar nicht mehr mit einem Abspiel. Chance vertan. Es blieb letztlich beim 3:1 (1:1)-Erfolg gegen den BVB. Und es scheint fast so, als hätten die Spieler von Louis van Gaal Spaß daran, den Moment des Gipfelsturms immer noch ein Stückchen hinauszuzögern. Nach dem 22. Bundesliga-Spieltag trennt den FC Bayern nur noch ein einziges Törchen von Spitzenreiter Bayer Leverkusen.

„Vielleicht war ich ein bisschen zu sozial“, gab Gomez nach der Partie zu Protokoll. „Ich war mir eigentlich sicher, dass es so ein hundertprozentiges Tor wird. Wenn ich selber schieße, kann der Torwart den Ball immer noch halten, daher habe ich ihn quergelegt, aber Ivi hat nicht mehr damit gerechnet, so ging es dann in die Hosen.“ Die Fans müssen sich also noch ein wenig gedulden, bis der Tabellenführer endlich wieder FC Bayern heißt.

Christian Nerlinger sieht den Gipfelsturm entspannt. „Der letzte Spieltag ist entscheidend. Das weiß auch die Mannschaft“, sagte der Sportdirektor. „Ausschlaggebend ist für uns, wie wir uns präsentieren und das scheint doch sehr stabil zu sein. Die Zuschauer kommen auf ihre Kosten, sie sehen attraktiven Fußball. Von daher können wir uns ruhig noch ein bisschen gedulden.“

Weitere Inhalte