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'Es geht einem das Herz auf'

Alaba & Co. machen Bayern froh

Es sind weniger die Pokale und Meisterwimpel, die von den Erfolgen des FCB junior teams zeugen. Vor allem ist es eine Wand im Untergeschoss der Geschäftsstelle. Hier, wo die zweite Mannschaft, die U19 und die U17 ihre Kabinen haben, hängen sie rot eingerahmt und mit persönlichen Widmungen versehen: Trikots von Philipp Lahm, Piotr Trochowski, Mats Hummels und vielen anderen - von Spielern also, die beim FC Bayern ausgebildet worden sind und die den Sprung in den Profifußball geschafft haben.

In dieser Saison berichtet aber nicht nur diese „Wall of Fame“ von der hervorragenden Ausbildung im junior team des deutschen Rekordmeisters. Es ist auch die Profi-Mannschaft, zuletzt am Dienstagabend in Florenz. Fünf von elf Spielern, fast die halbe Mannschaft also, stammten aus der eigenen Jugend und standen im Achtelfinalrückspiel der Champions League 90 Minuten auf dem Platz: Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Holger Badstuber, Thomas Müller und David Alaba.

Übers Training in die Mannschaft

„Da geht einem natürlich das Herz auf. Nicht nur mir, sondern der gesamten Nachwuchsabteilung“, freute sich Hermann Gerland im Gespräch mit fcbayern.de. Der 55-Jährige feierte jahrelang als Chefcoach der zweiten Mannschaft große Erfolge, jetzt hält er als Assistent von Louis van Gaal die Verbindung zum Nachwuchs. „Louis van Gaal fragt mich immer wieder, wer gut ist“, erzählte Gerland, „vor allem aber sieht er die Qualität der Spieler im täglichen Training.“

Am Donnerstag trainierten fünf Nachwuchsspieler mit den Profis. „Erst sind sie im Training, dann im Kader, und wenn sie dann spielen, müssen sie Leistung zeigen“, skizzierte Lahm den Weg eines Youngsters von der zweiten Mannschaft ins Profi-Team. Er selbst ist ihn Schritt für Schritt gegangen, in dieser Saison waren es bislang Müller, Badstuber, Contento und Alaba, der in Florenz als jüngster Champions-League-Debütant in die Geschichte des FC Bayern einging.

Nachwuchsförderer Van Gaal

Dass gerade in diesem Spieljahr schon vier Talente die Chance bei den Profis erhalten haben, hängt eng mit Van Gaal zusammen. „Louis van Gaal hat den Mut, die Jungs auch in so einem wichtigen Spiel wie in Florenz spielen zu lassen. Diesen Mut hat nicht jeder“, meinte Gerland. Einen Namen als Nachwuchsförderer hat sich Van Gaal bereits früher gemacht. „Seedorf habe ich mit 16 Jahren in der ersten Mannschaft spielen lassen“, erzählte der Holländer, der bei Ajax Amsterdam (u.a. Seedorf, Patrick Kluivert) und dem FC Barcelona (u.a. Xavi, Andrés Iniesta) späteren Topstars zum Aufstieg verholfen hat.

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