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Mit '101 Prozent' zu 3 Punkten

Bayern wollen in der Liga nachlegen

Der Einzug ins Champions-League-Viertelfinale ist geschafft, jetzt will der FC Bayern auch in der Bundesliga dem Titel einen großen Schritt näher kommen. „Wir wollen wegziehen“, sagte Thomas Müller und verwies auf den Spielplan, der den Konkurrenten aus Schalke und Leverkusen in den kommenden Wochen „schwere Gegner“ beschert. „Und sie spielen auch gegen sich selbst. Da gilt es für uns, dass wir unsere Spiele gewinnen und uns vielleicht einen kleinen Vorsprung herausarbeiten können.“

Los geht es damit am Samstag, wenn der Rekordmeister in der Allianz Arena den SC Freiburg empfängt (ab 18.15 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio). Unterschätzen werde man den Tabellenvorletzen aus dem Breisgau schon aufgrund des nur knappen Vorsprungs an der Tabellenspitze nicht, betonte Müller. Zudem legte Schalke am Freitagabend mit einem 2:1-Sieg gegen Stuttgart vor und zog zumindest für 24 Stunden am FC Bayern vorbei auf Platz eins. „Deswegen müssen wir mit 101 Prozent ins Spiel gehen“, sagte Müller.

Sorgen, dass das Umschalten von Champions League auf Bundesliga nicht klappt, hat auch Louis van Gaal nicht. „Ich denke nicht, dass das ein Problem sein wird. Wir hatten drei Tage Zeit“, sagte der FCB-Chefcoach. Mark van Bommel meinte: „Wir haben eine Truppe, die gut damit umgehen kann. Wir haben in dieser Saison schon bewiesen, dass wir nach einem Champions-League-Erfolg in der Liga nachlegen können.“

Dabei müssen die Bayern am Samstag allerdings auf einige Leistungsträger verzichten. Neben Martin Demichelis (Knochenbrüche im Gesicht) und Mario Gomez (Muskelfaserriss) fehlen gegen Freiburg auch Franck Ribéry (Sprunggelenksprobleme), Bastian Schweinsteiger (Gelb-Sperre), Hamit Altintop (krank) und Christian Lell (Aufbautraining). Der Einsatz von Van Bommel (krank) ist fraglich. Zumindest steht Diego Contento (Risswunde) wieder zur Verfügung.

Van Gaal muss seine Mannschaft also auf einigen Positionen verändern. Im Sturm, so ließ der Chefcoach bereits durchblicken, wird Miroslav Klose zum Einsatz kommen, im Zentrum - sollte auch Van Bommel nicht spielen können - vertraut er wohl Anatoliy Tymoshchuk und Danijel Pranjic. Links hinten streiten die beiden Youngster Contento und David Alaba um den Platz in der ersten Elf.

„Es ist gut, dass wir so viele starke Spieler im Kader haben. Da werden wir keine Probleme haben“, meinte Müller. Trotz der vielen Ausfälle sei ein Sieg Pflicht. „Spielerisch und qualitativ sind wir die beste Mannschaft der Bundesliga. Deswegen müssen wir zuhause drei Punkte gegen Freiburg holen.“ Selbstbewusst, aber auch mit Respekt gehen die Münchner in das Duell mit dem Tabellenvorletzten aus dem Breisgau. „Freiburg steht mit dem Rücken zur Wand. Die müssen da unten weg“, warnte Van Bommel.

Freiburg plant 'etwas Verrücktes'

„Etwas Verrücktes“ will daher SC-Trainer Robin Dutt in München schaffen. „Nämlich, dass wir etwas Zählbares mitnehmen.“ Seit elf Ligaspielen warten die Freiburger auf einen Sieg. Gerade beim Spitzenreiter in München hoffen sie auf das Ende dieser Negativserie. „Vom Kopf her ist es vielleicht diesmal ein wenig leichter. Keiner erwartet einen Punktgewinn von uns“, sagte Dutt, „wir selber haben andere Erwartungen.“

Van Gaal erwartet einen Abwehrriegel der Breisgauer in der Allianz Arena. „Alle Vereine haben hier in München so gespielt“, sagte der Holländer. Kopfzerbrechen bereitet den Bayern dies jedoch nicht. „Wenn wir völlig konzentriert sind und unsere Leistung abrufen, dann gewinnen wir das Spiel“, ist Van Bommel überzeugt. Und mit etwas Glück spielen auch die Konkurrenten mit und lassen ein paar Punkte liegen.

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