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Schalter umlegen

Der Fokus liegt jetzt auf Freiburg

Die Greenkeeper des FC Bayern mussten am Donnerstagmorgen wieder mal ordentlich ranklotzen. Teilweise zu Viert waren sie damit beschäftigt, den Trainingsplatz der Profis vom frisch gefallenen Schnee zu räumen. Seit den frühen Morgenstunden hatte Frau Holle über der bayrischen Landeshauptstadt wieder mal kräftig ihre Betten ausgeschüttelt. Circa eine halbe Stunde vor dem anvisierten Trainingsstart hatten sie es dann geschafft: Überall auf dem Feld sah man ein kräftiges Grün.

Dabei hätte es an diesem Tag wahrscheinlich auch gereicht, wenn sie nur eine Hälfte geräumt hätten. Louis van Gaal hatte nämlich fast seinem kompletten Kader regeneratives Training im Leistungszentrum verordnet. Nur eine Handvoll Profis, darunter auch der am Samstag gegen Freiburg gesperrte Bastian Schweinsteiger, trainierten unter freiem Himmel. Mehrere Spieler aus dem Kader der zweiten Mannschaft füllten die Trainingsgruppe auf.

Florenz hat Kraft gekostet

Zwei Tage nach dem hart umkämpften Champions-League-Spiel in Florenz und zwei Tage vor der nächsten Partie in der Bundesliga waren die Bayern ganz damit beschäftigt, die Akkus wieder aufzuladen. Da das Spiel in Florez bereits am Dienstag war, „haben wir ja noch einen Tag mehr bis zum nächsten Spiel. Das ist ganz wichtig“, sagte Thomas Müller.

90 Minuten harte Arbeit waren nötig, um gegen die Fiorentina die nächste Runde in der Königsklasse klarzumachen. Um Mitternacht gab es dann das Bankett im Mannschaftshotel. „Und dann schläft man nicht vor zwei, drei Uhr in der Nacht ein. Am nächsten Tag hast du dann den Flug und nach der Rückkehr wieder Training“, schilderte Müller die Strapazen einer insgesamt dreitägigen Reise zu einem Champions-League-Auswärtsspiel.

'Schnell erholen'

„Nach so einer Reise und einem schweren Spiel muss jeder erst mal seine Wunden lecken, wenn er heimkommt“, sagte Müller weiter. Problematisch sei aber in erster Linie nicht die physische Belastung. „Körperlich packt man englische Wochen immer. Das Problem ist eher, dass man im Kopf leer ist“, sagte der Jungnationalspieler. „Physisch ist das kein Problem, aber im Kopf ist das manchmal nicht so einfach“, sagte auch Mark van Bommel.

Die meisten Bayern-Profis sind diesen Rhythmus aber aus den letzten Jahren gewohnt. „Ab heute sind wir fokussiert auf Freiburg“, sagte Kapitän Van Bommel. Auch Müller, der seine erste Profi-Saison absolviert, hat sich schon damit arrangiert. „Den Schalter umzulegen, fällt nicht schwer“, sagte der 20-Jährige nach seiner insgesamt vierten Champions-League-Reise: „Jetzt heißt es, schnell erholen, und dann geht es wieder los." Mit einem Sieg gegen Freiburg wollen die Bayern die Tabellenführung festigen. Müller sagte: „Wir haben eine Aufgabe in der Bundesliga.“

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