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Spitzenspiel zum Auftakt

FCB-Frauen starten Aufholjagd

Das Warten hat ein Ende und das Fußballjahr 2010 beginnt für die Bundesliga-Frauen des FC Bayern gleich mit einem Kracher: Nach zwei witterungsbedingter Spielabsagen startet das Team von Trainer Günther Wörle am Sonntag (14.00 Uhr) endlich in die zweite Saisonhälfte und empfängt zum ersten Pflichtspiel seit drei Monaten den 1. FFC Frankfurt im Sportpark Aschheim.

„Wir freuen uns alle, dass es wieder los geht, alle sind heiß auf das Spiel“, sagte Weltmeisterin Melanie Behringer am Freitag und begrüßte ausdrücklich, dass mit den Frankfurterinnen gleich „ein hochkarätiger Gegner kommt, da weiß man gleich, wo man steht.“ Mit 24 Punkten aus elf Spielen rangieren die Hessinnen auf Platz drei, die Münchnerinnen sind mit 20 Punkten aus 12 Spielen Fünfter.

Ziel Platz drei

Nach einer durchwachsenen Hinrunde mit vielen verletzungsbedingten Ausfällen haben sich die FCB-Frauen für die Rückrunde eine große Aufholjagd zum Ziel gesetzt. „Den dritten Platz wollen wir auf jeden Fall noch erreichen“, sagte Behringer, die im bisherigen Saisonverlauf selbst erst drei Spiele bestreiten konnte und nun entsprechend motiviert in die zweite Saisonhälfte geht.

Aber nicht nur Behringer geht hoch motiviert in die erste Partie des Jahres, auch die anderen Spielerinnen haben sich „vorgenommen zu zeigen, was in uns steckt“, sagte Spielführerin Tanja Wörle. „Wir wollen an das gute Spiel in Essen vor der Winterpause anknüpfen. Wir sind körperlich in einem guten Zustand und die Stimmung ist auch sehr gut“, so Wörle weiter.

Willkommener Gast

Zusätzlichen Auftrieb für die Rückrunde dürfte auch der überraschende zweite Platz beim DFB-Hallencup in Magdeburg gegeben haben. „Das ist die Bestätigung, dass nach der durchwachsenen Hinrunde, der Blick weiter nach vorne zu richten ist“, zeigte sich auch Trainer Günther Wörle zuversichtlich, in der Rückrunde wieder mit den Topteams der Liga mithalten zu können.

Hinzu kommt, dass die Frankfurterinnen ein willkommener Gast in Aschheim sind. In den drei letzten Heimpartien, zwei in der Bundesliga, eine im DFB-Pokal, gingen die Münchnerinnen als Sieger vom Platz, zudem gab es in der Hinrunde in Frankfurt mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft einen 3:2-Erfolg. „Wir gehen mit positiven Erinnerungen in das Spiel“, so Tanja Wörle.

Über 800 DFB-Einsätze

„Wir wollen natürlich in den Heimspielen versuchen - wie in der vergangenen Saison - gegen Frankfurt ungeschlagen zu bleiben“, gab der Trainer vor dem Auftaktspiel die Devise aus. Um das auch am Sonntag zu weiderholen gelte es, die offensivstarken Hessinnen (40 Tore) „zu neutralisieren und trotzdem immer wieder selbst Akzente nach vorne zu setzen“, erklärte Günther Wörle.

Keine leichte Aufgabe, stehen im Kader des 1. FFC doch zahlreiche hochdekorierte aktuelle und ehemalige deutsche Nationalspielerinnen mit weit über 800 Länderspielen. Allein Birgit Prinz und Kerstin Garefrekes kommen dabei auf 320 Einsätze für das DFB-Team. Zum Vergleich: Mit 58 Länderspielen ist Behringer die erfahrenste Spielerin im FCB-Kader.

Längert die Nummer eins

Immerhin hat Trainer Wörle gegenüber der Hinrunde nun wieder deutlich mehr personelle Alternativen. Zwar fallen gegen den dreimaligen UEFA-Cup-Gewinner mit Katharina Baunach (Patellasehne) und Mandy Islacker (Meniskus) zwei Stammspielerinnen aus, dafür sind die wiedergenesenen Behringer, Isabell Bachor sowie Rückkehrerin Sonja Spieler wieder an Bord. Mit Kathrin Längert hat sich Wörle für die Rückrunde als neue Nummer eins festgelegt.

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