präsentiert von
Menü
Gipfeltreffen im Pokalhalbfinale

Schalke knacken, und dann nach Berlin

Vorhang auf zu Teil eins des Duells FC Schalke 04 gegen den FC Bayern. Am Mittwochabend kämpfen beide Mannschaften in der seit Wochen ausverkauften Veltins-Arena um den Einzug ins DFB-Pokalfinale, zehn Tagen darauf geht es an gleicher Stelle um wichtige Punkte im Titelkampf. „Felix Magath hat uns mit Wolfsburg schon mal ein Bein gestellt, das darf nicht ein zweites Mal passieren“, sagte Bastian Schweinsteiger vor dem Wiedersehen mit dem ehemaligen Bayern-Coach.

Mit dem VfL Wolfsburg hat Magath im letzten Jahr den Bayern die Meisterschaft weggeschnappt, in dieser Saison greift er mit den „Knappen“ sogar nach dem Double. Doch das wollen auch die Bayern nach 2008 wieder nach München holen. „Der ehrlichste und wichtigste Titel ist immer die deutsche Meisterschaft. Aber wir waren ja schon oft in Berlin und wissen, wie schön ein Endspiel da ist. Das wollen wir auch dieses Jahr wieder erleben“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Siegen oder fliegen! Nach einer Niederlage wäre für die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal der erste von drei in dieser Saison noch möglichen Titeln futsch. Doch beim FC Bayern glauben alle fest daran, zum 17. Mal ins Pokal-Endspiel einzuziehen. „Wir müssen von der ersten Minute an die richtige Einstellung haben und zeigen, dass wir die stärkste Mannschaft der Liga sind“, forderte Schweinsteiger.

Schalke gegen Bayern - es ist das Kräftemessen der derzeit besten Teams in der Bundesliga. Seit dem letzten Wochenende liegt der Rekordmeister in der Tabelle nur noch einen Punkt vor den Königsblauen. „Wir haben mehr Qualität als Schalke und tun auch mehr fürs Spiel“, sagte Schweinsteiger, „aber wir müssen das auch umsetzen.“

Gefährliche Schalker Standards

„Ein direktes Duell um alles oder nichts - das ist unsere Gelegenheit, die Bayern zu schlagen“, sagte indes Schalkes Top-Stürmer Kevin Kuranyi selbstbewusst. Mit 15 Toren hat er ein Drittel aller Schalker Saisontore erzielt und genießt daher auch ein besonderes Augenmerk der Bayern. „Es reicht aber nicht, nur Kuranyi auszuschalten“, betonte Schweinsteiger.

Besonders gefährlich sind die Schalker bei Standardsituationen mit den kopfballstarken Abwehrspielern Bordon, Westermann und Höwedes. Alle drei leisten in Verbund mit Nationalkeeper Manuel Neuer, der bekanntlich das Interesse der Bayern-Verantwortlichen auf sich gezogen hat, auch in der Defensive glänzende Arbeit. Kein Team in der Bundesliga hat weniger Gegentore kassiert. „Sie sind nicht leicht zu knacken“, weiß Schweinsteiger.

Wer bekommt die Gladiolen?

Gerade in Gelsenkirchen sind die Bayern zuletzt aber sehr gut mit den Schalkern zurecht gekommen. Die letzte Niederlage in der Veltins-Arena ist schon fünf Jahre her, in den letzten beiden Bundesligaspielen gab es zwei Münchner Siege. „Wir müssen unser eigenes Spiel machen, dann gewinnen wir gegen jede Mannschaft in Deutschland“, ist Mark van Bommel überzeugt: „Und ich habe die volle Überzeugung, dass wir am Mittwoch gewinnen werden.“

Siegen oder Fliegen - oder wie es Van Gaal etwas blumiger mit einer holländischen Redensart gesagt hat: „Wir bekommen die Gladiolen oder wir sind tot.“ Die Siegerblumen würden die Bayern notfalls auch nach einem Elfmeterschießen in Empfang nehmen. Beim Abschlusstraining übten sie das vorsichtshalber schon mal unter „Wettkampfbedingungen“ - und alle Spieler trafen. Schweinsteiger sagte: „Ich habe ein gutes Gefühl.“

Weitere Inhalte