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Deutschland - Argentinien

Schweinsteiger zentral, Müller vor Debüt?

Vergangenen Samstag machte sich Joachim Löw noch einmal persönlich ein Bild. Der Bundestrainer saß auf der Tribüne der Allianz Arena und sah nicht nur den 1:0-Sieg des FC Bayern gegen den Hamburger SV, sondern auch starke Leistungen seiner Nationalspieler in Reihen des FCB. Vor allem auf Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller dürfte er ein besonderes Auge geworfen haben. Denn um diese beiden drehen sich die personellen Überlegungen vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Argentinien.

Schweinsteiger, der unter Louis van Gaal beim FC Bayern in der Mittelfeldzentrale zu Hochform aufgelaufen ist, könnte gegen die „Gauchos“ nun erstmals auch im DFB-Team diese Rolle einnehmen. „Das ist durchaus vorstellbar“, ließ Löw am Dienstag durchblicken, dass er mit dem Gedanken spielt, Schweinsteiger neben Michael Ballack auflaufen zu lassen. „Argentinien ist durch die Mitte sehr gefährlich, ein Wechselspiel zwischen Michael und Bastian kann da durchaus passen.“

„Auf dieser Position sehe ich mich am stärksten und kann der Mannschaft am meisten helfen“, hat Schweinsteiger zuletzt immer wieder durchklingen lassen, dass er auch in der Nationalelf gerne im Zentrum agieren würde. Beim FC Bayern hat er hier mehr als nur überzeugt. „Es ist beeindruckend, wie er spielt“, sagte kürzlich Christian Nerlinger, „ich finde, dass es auf dieser Position in Europa wirklich keinen Besseren gibt.“

Löw bereit zum Risiko

Sollte Schweinsteiger am Mittwoch tatsächlich ins Zentrum rücken, steigen die Chancen von Thomas Müller, bei seiner ersten Länderspiel-Teilnahme gleich in der Startformation zu stehen. Der FCB-Shootingstar oder Bayerns Leverkusen-Leihgabe Toni Kroos gelten als erste Anwärter für die rechte Mittelfeldseite. „Wenn Bastian in der Mitte spielt, brauchen wir rechts eine Alternative, und da spielen beide in den Überlegungen eine Rolle“, sagte Löw.

Der Bundestrainer ist sich bewusst, dass es „natürlich ein Risiko“ ist, „gegen einen solchen Gegner so junge Leute zu bringen. Ich bin aber durchaus bereit, das einzugehen.“ Müller sieht die Situation entspannt. „In München gegen Argentinien zu spielen, wäre nicht das Schlechteste. Aber ich fahre ohne Erwartungen hin“, sagte er vor wenigen Tagen im FCB.tv-Interview.

Klose oder Gomez?

Während Schweinsteiger vor der Versetzung und Müller vor seinem Debüt steht, ist Philipp Lahm wohl weiter auf der linken Abwehrseite gesetzt, und nicht rechts wie beim FC Bayern. Im Sturm streiten Miroslav Klose und Mario Gomez um einen Platz in der Startformation.

Unabhängig von den Überlegungen um die Aufstellung forderte Löw von seiner Mannschaft, gegen die „Gauchos“ diszipliniert und „taktisch enorm klug“ zu agieren. „Argentinien wird uns alles abverlangen“, meinte der Bundestrainer, „wir brauchen jeden Spieler, auch die offensiven Spieler, in der defensiven Rückwärtsbewegung. Es gibt kaum eine Mannschaft, die ein besseres Pressing spielen kann als Argentinien.“

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