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'Ein Volltreffer'

Top-Scorer Robben trifft und trifft

12 - 5 - 7 - 6 - 2 - 4 - 7. Nein, bei dieser Zahlenkombination handelt es sich nicht um eine arithmetische Zahlenfolge, eine Telefonnummer oder die letzten Lottozahlen. Vielmehr sind das die von Arjen Robben erzielten Saisontreffer in den letzten sieben Jahren während seiner Gastspiele beim PSV Eindhoven (12; 5), dem FC Chelsea (7; 6; 2) sowie bei Real Madrid. Beim FC Bayern ist der Niederländer nun auf dem besten Wege, seine bisherige Bestmarke von zwölf Toren zu überbieten.

„Jetzt hat er zehn Tore gemacht und wir sind ja noch nicht am Ende der Saison angelangt“, sagte Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge am Samstag nach dem 2:1-Erfolg gegen den SC Freiburg, den Robben mit seinem zweiten Bundesliga-Doppelpack quasi im Alleingang sicherte. „Er ist für uns sehr wertvoll“, urteilte auch Sportdirektor Christian Nerlinger über den „Mann der Woche“, der bereits vier Tage zuvor in Florenz entscheidenden Anteil am Einzug ins Champions-League-Viertelfinale hatte.

„Man muss es immer mit Überzeugung machen“, sagte Robben, als er auf die Art und Weise seiner letzten Treffer angesprochen wurde. Dem fulminanten 25-Meter-Kracher von Florenz ließ der Flügelstürmer einen nicht minder stramm geschossenen Freistoß (112 Stundenkilometer) gegen Freiburg folgen. Es war bereits sein dritter direkt verwandelter Freistoß in der laufenden Saison. Und auch den Siegtreffer, ein verwandelter Foulelfmeter, versenkte er mit satten 125 km/h im gegnerischen Tor.

Die kraftvolle Variante sei vor allem im Falle des Freistoßes „einfacher“ gewesen, erklärte der Doppeltorschütze, „der Ball ist so nah am Tor, wenn man ihn über die Mauer schießen will, braucht man so viel Technik und Gefühl.“ Kapitän Mark van Bommel hatte ihm zuvor geraten: „Du musst in die Torwartecke schießen, so hart du kannst.“ Kein Wunder, dass Robben nach dem Spiel von einem „guten Gefühl“ angesichts seiner letzten, wichtigen Treffer sprach.

Unglaubliche Siegermentalität

In seinen bislang 17 Bundesligaspielen hat der „Last-Minute-Transfer“ des vergangenen Sommers nun die beeindruckende Bilanz von 16 Torbeteiligungen vorzuweisen. Neben seinen zehn erzielten Toren hat Robben (Rummenigge: „Das war ein Volltreffer, der dem FC Bayern gelungen ist, ein ganz wichtiger Transfer“) auch schon deren sechs vorbereitet. Hinzu kommen zwei Tore in der Champions League und eines im DFB-Pokal, wodurch er nach Mario Gomez zum zweitbesten Bayern-Schützen avancierte.

„Wir sind sehr glücklich, dass er bei uns ist. Er geht absolut voran, mit einer unglaublichen Siegermentalität und einem großen Siegeswillen. Er drängt mit aller Macht in den Sechzehner, will Tore vorbereiten und erzielen“, lobte Nerlinger den 26-Jährigen. „Seitdem er hier ist und fit ist, bringt er hervorragende Leistungen. Es ist gut, wenn man Spieler in den eigenen Reihen hat, die auch mal aus dem Nichts oder, wenn es nicht so gut läuft, Dinge entscheiden können.“

Stark auch ohne Ribéry

„Es ist unglaublich, was er diese Saison zeigt. Ich bin froh, dass er es bei Bayern München tut“, lobte auch Trainer Louis van Gaal seinen Landsmann, den er bereits als 17-Jährigen in den U20-Kader der „Elftal“ berief. Allerdings sparte Van Gaal in seiner typischen Art auch nicht mit Kritik für Robben, der gegen die Breisgauer nur in der zweiten Halbzeit „ziemlich gut“ gespielt habe, „in der ersten nicht. Aber das weiß Arjen Robben.“

Dabei musste Robben gegen Freiburg ohne seinen kongenialen Gegenpart auf der linken Seite, Franck Ribéry, auskommen. „Mit Ribéry haben wir ja noch einen Zweiten, der Extraklasse darstellt. Er wird auch bald wieder dabei sein, und zwar mit einer 100-prozentigen Fitness“, kündigte Nerlinger an. „Es gibt nicht so viele gute Flügelspieler in der Welt, aber ich denke, dass wir zwei der besten in Europa haben“, ergänzte Van Gaal.

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