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Akkus aufladen

Die Ruhe vor dem Triple-Angriff

Endlich durchschnaufen! Nach sieben Spielen in 22 Tagen dürfen die Profis des FC Bayern ihre schweren Beine hochlegen und neue Kräfte für den Endspurt zum erhofften Titel-Triple sammeln. Nach dem 1:1-Remis im Bundesliga-Topspiel bei Bayer Leverkusen gönnte Louis van Gaal den Spielern des Tabellenführers zwei freie Tage, ehe am Mittwoch die Vorbereitung auf den Saisonendspurt beginnt.

„Jetzt reicht's mal mit den englischen Wochen. Jetzt können wir endlich mal gemütlich auf der Couch liegen“, kommentierte Philipp Lahm dankbar. Erst ab Samstag geht es für den Rekordmeister mit dem Heimspiel gegen Hannover 96 wieder im Drei-Tage-Rhythmus weiter, erst vor dem letzten Ligaspiel bei Hertha BSC Berlin steht wieder eine kleine Verschnaufpause an.

Zwei Tage ohne Van Gaal

Das Mammut-Programm der letzten Wochen mit den erfolgreichen Top-Spielen in DFB-Pokal (Schalke), Champions League (Manchester United) und Bundesliga (Schalke, Leverkusen) waren körperlich und mental ein immenser Kraftakt. Kapitän Mark van Bommel sprach sogar von „einem Anschlag auf den Körper, wenn man so viele Spiele in so kurzer Zeit auf so hohem Niveau hat“. Auch Thomas Müller begrüßte die kurze Pause: „Wir müssen die Akkus aufladen.“

Für Van Gaal hingegen birgt diese Pause vor dem Saisonfinale auch eine Gefahr, er würde den Trainingsrhythmus lieber beibehalten: „Das ist ein Risiko, denn man müsste trainieren, um die Spritzigkeit hochzuhalten. An zwei Tagen aber verlieren wir sie“, gab der Niederländer zu bedenken, räumte aber auch ein: „Zwei Tage ohne Van Gaal tut den Spielern gut - und mir auch.“

Körper und Geist nicht mehr bereit

Die Freizeit-Belohnung könnte aber auch genau die richtige Motivationsspritze für den erfolgreichen „Tanz auf drei Hochzeiten“ sein. „Körper und Geist waren nicht mehr bereit“, sagte Lahm nach dem Leverkusen-Spiel. Doch gerade der Kopf muss bereit sein für die alles entscheidenden letzten Wochen, zumal die mit zwei Punkten führenden Bayern in der Bundesliga ein vermeintlich leichtes Restprogramm gegen Hannover, in Mönchengladbach, gegen Bochum und zum Abschluss bei Hertha BSC haben.

„Leicht ist unser Restprogramm nicht, einige Teams kämpfen noch gegen den Abstieg“, warnte Lahm davor, die kommenden Aufgaben auf die leichte Schulter zu nehmen. Zugleich zeigte sich der Nationalspieler aber zuversichtlich, am Ende zumindest den Gewinn der 22. Meisterschaft feiern zu können. „Wir haben weiter alles in der Hand, das ist wichtig nach den letzten Wochen.“

Restprogramm kein Selbsltäufer

„In der Vorrunde haben wir gegen diese Gegner alle gewonnen, aber so einfach wird es nicht sein. Glücklicherweise haben wir in dieser Woche frei und die Spieler können die Reserven auftanken und ein bisschen Ruhe haben“, meinte Van Gaal. Auch Sportdirektor Christian Nerlinger weiß, dass die restlichen vier Ligaspiele kein Selbstläufer werden. „Wir haben gegen Frankfurt verloren, wir haben gegen Köln Punkte gelassen, deshalb müssen wir höchst konzentriert sein. Aber die Ausgangslage ist sehr gut.“

Zwischendrin stehen für den FCB noch die beiden Halbfinalspiele in der Champions League gegen Olympique Lyon an, hinzu kommt das Pokalfinale in Berlin eine Woche nach dem Bundesliga-Schlusspfiff. Drei Titel sind drin für die Bayern in dieser Saison, das weiß auch Bastian Schweinsteiger: „Ich hoffe, dass es jeder merkt. Allzu oft war das nicht der Fall in den letzten Jahren, dass man in allen Wettbewerben so gut dasteht. Deshalb müssen wir die Chancen, die wir haben, auch nutzen.“

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