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Olic - Robben - Müller

Drei Mann, eine Sprache: Tore

Olic - Robben - Müller, Olic - Robben - Müller, und als Sahnehäubchen noch einmal Robben - in diesem Rhythmus schoss sich der FC Bayern am Samstag (7:0 gegen Hannover) zu seinem höchsten Bundesligasieg seit 20 Jahren. Die Torschützen Ivica Olic, Arjen Robben und Thomas Müller waren die Spieler des Spiels. Ein Kroate, ein Holländer, ein Bayer - ihre gemeinsame Sprache: Tore.

Arjen Robben:
Was soll man zum Turbo-Dribbler auf dem rechten Flügel noch sagen? 15 Tore hat er in den letzten 16 Pflichtspielen erzielt, darunter unter anderem eminent wichtige Treffer in der Champions League gegen Florenz und Manchester. Gegen Hannover war er einmal mehr nicht zu halten. Drei Gegenspieler (Christian Schulz, Constant Djakpa, Konstantin Rausch) mühten sich vergeblich, gegen jeden erzielte er ein Tor.

„Ich habe noch nie drei Tore in einem Spiel gemacht. Vielleicht hätte ich noch ein paar mehr machen können“, meinte Robben nach der Partie, in der er die meisten Torschüsse (7) aller Spieler abgegeben hatte. „Er ist ein Weltklassespieler, ein Super-Dribbler, der technisch sehr stark und dazu sehr, sehr schnell ist“, lobte ihn Karl-Heinz Rummenigge in den höchsten Tönen. Und auch Trainer Louis van Gaal schwärmte: „Es ist unglaublich, was er diese Saison leistet. Er macht so viele Tore, entscheidende und auch sehr attraktive Tore. Das eine ist schöner als das andere.“

Mit insgesamt 19 Pflichtspieltreffern ist Robben aktuell der Toptorjäger des FC Bayern. 14 Mal traf er allein in der Bundesliga, dazu bereitete er sechs weitere Treffer vor, macht 20 Torbeteiligungen bei nur 21 Liga-Einsätzen. Seine persönliche Bestmarke - 12 Tore, aufgestellt beim PSV Eindhoven - hat er durch seinen Dreierpack gegen Hannover übertrumpft. In seinem ersten Jahr beim FC Bayern spielt er vielleicht die beste Saison seiner Karriere. „Es kann sein, dass ich in der Form meines Lebens bin“, meinte er in der „Bild am Sonntag“, „aber das reicht mir nicht, ich will mehr, ich will Titel.“

Thomas Müller:
Den 20-jährigen Oberbayern hatte vor der Saison kaum einer auf dem Zettel. Inzwischen ist Müller, der letzte Saison noch mit dem FCB II in der Dritten Liga gespielt hat, der zweitbeste Torjäger des deutschen Rekordmeisters (16 Saisontreffer), Topvorbereiter (10 Vorlagen in der Bundesliga) und Dauerbrenner im Team von Louis van Gaal: Als einziger Offensivspieler stand er in allen 31 Bundesligaspielen auf dem Platz (26 Mal in der Startelf).

Gegen Hannover zielte der Jung-Nationalspieler nach Robben am häufigsten auf das gegnerische Tor (6 Schüsse) und schraubte sein Torkonto auf 10 Ligatreffer hoch. Eng verbunden ist Müllers steiler Aufstieg mit Van Gaal und Hermann Gerland, die sein Talent erkannten, förderten und ihm ihr Vertrauen gaben. Müller zahlt zurück, mit Leistung und Toren.

Ivica Olic:
Der Kroate, der letzten Sommer aus Hamburg nach München kam, hat sich buchstäblich hineingearbeitet in das Team von Louis van Gaal. Olic gibt keinen Ball verloren, scheut keinen Laufweg und macht regelmäßig seine Tore. Gegen Hannover waren es seine Saisontreffer neun und zehn in der Bundesliga, insgesamt hat er 14 Pflichtspieltore auf dem Konto - damit ist er aktuell (zusammen mit Mario Gomez) der drittbeste Torjäger des deutschen Rekordmeisters. In den letzten sechs Pflichtspielen traf er fünf Mal.

Olic hat viele wichtige Tore erzielt, unter anderem den Siegtreffer beim 2:1 im Champions-League-Viertelfinalhinspiel gegen Manchester United. Im Rückspiel (2:3) läutete er im „Old Trafford“ kurz vor der Halbzeit mit seinem Tor zum 1:3 die Aufholjagd des FCB ein. Oder sein Tor zum 2:1 in Turin, wodurch er dem FCB die Tür zum CL-Achtelfinale öffnete. „Ivica Olic ist immer scharf“, lobte Van Gaal kürzlich die Qualitäten seines Angreifers, „er hat die Mentalität, alles zu geben, bis zum Schluss. Man muss immer mit ihm rechnen.“

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