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Zufriedener Präsident

'Es kann eine ganz gute Saison werden'

Nach dem Spiel war für Uli Hoeneß gleich vor dem Spiel. Über Moral und Aufholjagd beim 2:3 gegen Manchester United freute sich der Präsident des FC Bayern - wies aber gleich auf die nächste Top-Aufgabe am Samstag bei Bayer Leverkusen hin. „Denn wenn du in Leverkusen verlieren solltest, bist du in der Meisterschaft wieder unter Druck. Wenn du dort gewinnst, bist du weniger unter Druck und ich glaube, das ist die Voraussetzung, um in der Champions League den Rücken freizuhaben und dann auch gut zu spielen“, sagte Hoeneß nach dem Spiel in der Mixed-Zone des Old Trafford Stadions.

FCB-Präsident Uli Hoeneß nach dem Spiel:

Frage: Wie haben Sie diese große Nacht von Manchester erlebt?
Uli Hoeneß: „Am Anfang haben wir große Probleme gehabt, aber nachdem die Mannschaft Gott sei Dank so kurz vor der Halbzeit mit einem vernünftigen Spiel zurückgekommen war, mit herausgespielten Torchancen und als das Tor vor der Halbzeit fiel, hab ich schon auf der Tribüne gesagt, wir spielen 2:3 oder 3:3. Und als der Platzverweis dann noch kam und auch noch Rooney vom Platz ging, was ich extrem wichtig für uns fand, dann hat man schon gehofft, dass man es schaffen könnte. Die Mannschaft hat gut gespielt, nicht hektisch, sondern ganz kontrolliert angegriffen und es am Ende verdient geschafft.“

Frage: Aber das Halbfinale hatte vor der Saison niemand vom FC Bayern erwartet...
Hoeneß: „Ich glaube, wir haben alle gut daran getan, nicht verrückt zu spielen, sondern die nächste Aufgabe in den Vordergrund zu stellen. So wollen wir es auch in Zukunft machen. Jetzt haben wir die wichtige Aufgabe in Leverkusen, die für mich auch eine ganz wichtige Situation ist für das Halbfinale in der Champions League. Denn wenn du in Leverkusen verlieren solltest, bist du in der Meisterschaft wieder unter Druck. Wenn du dort gewinnst, bist du weniger unter Druck und ich glaube, das ist die Voraussetzung, um in der Champions League den Rücken freizuhaben und dann auch gut zu spielen.“

Frage: Kommen wir zum entscheidenden Tor. Wieder einmal war es Arjen Robben.
Hoeneß: „Wir sollten aufhören, jetzt immer nur auf ein oder zwei zu schauen. Früher war es Ribéry, jetzt Robben, diesmal vielleicht Robben und Ribéry. So eine Leistung wie heute können nur 15 oder 20 Spieler schaffen, das ganze Team zusammen mit dem Trainer. Wir sollten aufhören, nur an einen zu denken. Mannschaft und Trainer sind gut zusammengewachsen, und dass sie zusammen das geschafft haben, was wir hier erleben dürfen, das ist ja so schlecht nicht.“

Frage: Wie halten Sie so ein Spiel aus?
Hoeneß: „Ich stelle fest, dass man auf der Tribüne relativ ruhig ist, zumindest tut man so. Aber innen drin schaut es natürlich anders aus.
Wenn man 0:3 hinten liegt, ist man natürlich nicht gerade ruhig, aber ich hatte immer das Gefühl, dass wir das Spiel noch mal in den Griff bekommen.“

Frage: Sie sind der größte Fan des FC Bayern, wie gut tut der Sieg der Bayern-Seele?
Hoeneß: „Nicht nur der Bayern-Seele. Wir Deutschen müssen uns endlich freuen, wenn ein Verein wie Bayern oder ein anderer deutscher Verein im Halbfinale steht. Denn das tut auch gut für die Fünfjahreswertung. Da haben wir jetzt einen ganz schönen Beitrag geleistet.“

Frage: Was bedeutet das Weiterkommen für den Fortgang der Saison?
Hoeneß: „Das muss man abwarten, wir müssen jetzt Leverkusen sehen - und vielleicht kann es ja eine ganz gute Saison werden.“

Frage: Und jetzt träumt man auch schon ein bisschen vom ersten Champions-League-Finale seit 2001?
Hoeneß: „Nein. Im Vordergrund steht jetzt das Spiel in Leverkusen. Dann sehen wir weiter.“

Frage: Das nächste in den „englischen Wochen“. Woher nimmt die Mannschaft die Kraft zu Aufholjagden wie heute gegen Manchester?
Hoeneß: „Die kriegen gutes Essen und viel Schlaf und dann müssen sie laufen.“

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