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Von Aue nach Madrid

FCB-Youngster leben ihren Traum

Vor einem Jahr hieß der Gegner nicht Olympique Lyon. Am 26. April 2009 spielte Thomas Müller vor 1.330 Zuschauern im Grünwalder Stadion gegen Erzgebirge Aue (2:3). Fast auf den Tag genau ein Jahr später lief er vor rund 40.000 Zuschauern im Stade de Gerland auf, vor den Fernsehgeräten weltweit sahen Millionen zu, die Champions-League-Hymne wurde gespielt. „Wenn ich überlege, wo ich vor einem Jahr gespielt habe: in der dritten Liga. Das ist auch eine gute Liga, aber jetzt bin ich zwölf Stufen höher“, sagte der 20-Jährige. Gerade eben war er ins Champions-League-Finale eingezogen.

Das Endspiel am 22. Mai in Madrid wird den Höhepunkt des steilen Aufstiegs Müllers markieren. Von einem Drittligaspieler hat er sich innerhalb kürzester Zeit zum Stammspieler bei den Profis gemausert, debütierte sogar in der deutschen Nationalmannschaft und hat Chancen, noch in den WM-Kader zu rutschen. Doch Müller lässt das alles cool. „Wenn ich mir die Augen reiben würde, hätte ich jetzt eine Entzündung“, kommentierte er lässig seinen steilen Aufstieg, „ich versuche, gar nicht darüber nachzudenken, was alles passiert.“

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