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'Der Glaube ist da!'

Frankreichs Zeitungen vor dem Lyon-Spiel

Der große Tag ist da. Strahlender Sonnenschein begrüßte die Bayern am Morgen in Lyon, am Abend wird bestes Fußballwetter erwartet. Um 20.45 Uhr (im Liveticker und im Webradio bei fcbayern.de) spielt der deutsche Rekordmeister im ausverkauften Stade de Gerland gegen Olympique Lyon um den Einzug ins Champions-League-Finale. Die Stadt und ganz Frankreich fiebern diesem Spiel entgegen. fcbayern.de hat am Spieltag vor Ort in die Zeitungen geschaut.

Ganze sieben Seiten widmet die Lyoner Zeitung „Le Progrès“ dem Duell zwischen OL und Bayern. „Der Glaube ist da!“, titelt das Blatt auf Seite eins und schreibt dann unter der Überschrift „Der Traum ist nicht mehr unerreichbar“: „Heute Abend erstrahlt Olympique Lyon im hellsten Licht, einen Schritt von ewigem Ruhm entfernt, wie zuvor vier andere französische Klubs: Reims, Saint-Etienne, Marseille und Monaco, alles Finalisten, und im Fall von Marseille sogar Titelträger, des Landesmeistercups, der inzwischen Champions League heißt.“

Das Hinspiel habe der FC Bayern „erbarmungslos“ gewonnen. „Es hätte sogar schlimmer ausgehen können für Lyon, das nur 1:0 geschlagen wurde. Dieses Resultat lässt sich drehen, aber es ist auch ein trügerisches, gefährliches Resultat. Lyon muss angreifen, darf dabei aber die defensive Sicherheit nicht verlieren.“

Das Stadion als zwölfter Mann

Beeindruckt zeigt sich „Le Progrès“ vom „großartigen“ Publikum in der Allianz Arena, mit dessen Unterstützung der FC Bayern „alle alten Register, körperliche und mentale, des Fußballs von hohem Niveau“ gezogen habe. „Davon muss sich Lyon, Spieler und Fans, inspirieren lassen, um einen außergewöhnlichen Abend zu einem einzigartigen und historischen Abend zu machen.“

In einem Interview mit der Zeitung setzt auch Lyons Rechtsverteidiger Anthony Réveillère auf die Zuschauer im Stade de Gerland. „Die Unterstützung des Publikums wird sehr wichtig sein. Das haben wir letzten Mittwoch gesehen. Nach dem Platzverweis für Ribéry hat die Allianz Arena großen Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt. (…) Das Stade de Gerland muss unser zwölfter Mann sein.“

'Anti-Robben-Plan'

Für „Le Figaro“ steht die Partie unter dem Motto: „Lyon: das perfekte Spiel oder das Aus“. In München sei Olympique „dominiert“ worden und „apathisch“ aufgetreten, „wie noch nie in dieser Champions-League-Saison“. Um doch noch ins Finale einzuziehen, müsse Lyon jetzt „nicht nur brüllen, sondern seinen Gegner buchstäblich beißen.“ Vor allem einen Mann gelte es auszuschalten, meint „Le Figaro“: Arjen Robben, den „Feind Nummer eins“: „Haben Claude Puel drei Tage Trainingslager gereicht, um einen ‚Anti-Robben‘-Plan auszuhecken?“, fragt sich das Blatt.

„La Tribune“ titelt am Dienstag: „Olympique Lyon will das Schicksal herausfordern“. Das Hinspiel-Ergebnis sei drehbar, meint die Zeitung. „Das Stade de Gerland bebt vor Ungeduld.“ Arjen Robben sei mit der Unterstützung des Publikums zu stoppen, glaubt „La Tribune“ und schreibt: „In der Geschichte ist es Lyon noch nie gelungen, nach einem 0:1 im Hinspiel noch weiterzukommen. Es ist an der Zeit, die Statistiken Lügen zu strafen.“

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