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ManU-Countdown

'Keine Chance' für Rooney

Bayern gegen ManU, ManU gegen Bayern - das Champions-League-Viertelfinale zieht den FC Bayern in seinen Bann. Nach dem dramatischen 2:1-Erfolg im Hinspiel darf der deutsche Rekordmeister vom ersten Halbfinaleinzug seit dem Titelgewinn 2001 träumen. Dem Rückspiel in Manchester am kommenden Mittwoch (7. April) fiebert fcbayern.de mit einem Countdown entgegen. Was passiert bei ManU?

Dienstag, 6. April:
Wayne Rooney hat am Abschlusstraining von Manchester United nicht teilgenommen. Das wird am Mittag aus England berichtet. Ob der am Sprunggelenk verletzte ManU-Toptorjäger am Mittwoch auflaufen wird, ist aber weiter offen. Laut einem Bericht der „Daily Mail“ absolvierte Rooney am Montag ein Geheimtraining, bei dem er auch erstmals seit seiner Verletzung ein paar Laufrunden drehte. Angeblich soll er am Mittwoch zumindest auf der Ersatzbank sitzen.

Am Nachmittag spricht schließlich Sir Alex Ferguson ein Machtwort. Es gebe „keine Chance“ auf einen Einsatz des englischen Nationalstürmers gegen den FC Bayern, sagt der ManU-Trainer auf der Abschluss-Pressekonferenz der „Red Devils“ vor dem Spiel. Rooney habe zwar große Fortschritte gemacht, sei aber noch „nicht 100-prozentig fit“. Ein Einsatz sei zu riskant. Ferguson will Rooney daher auch nicht auf die Ersatzbank setzen. „Vielleicht wird er mich aber noch überreden. Es ist eine schwierige Frage“, sagte der Schotte, der zudem andeutete, dass Sturmtalent Federico Macheda als zweite Sturmspitze neben Dimitar Berbatov in die Startformation rutschen könnte.

Ostermontag, 5. April:
Er trainiert im Wasser und auf dem Ergometer, und vielleicht steht Wayne Rooney allen Ankündigungen zum trotz doch schon am Mittwoch wieder auf dem Platz. Nach übereinstimmenden englischen Medienberichten hat der am Sprunggelenk verletzte Torjäger der „Red Devils“ in den letzten Tagen große Fortschritte in seiner Genesung gemacht. Die medizinische Abteilung Manchesters schätzt die Einsatzchancen des 24-Jährigen im Rückspiel gegen den FC Bayern auf 40 Prozent. Die „Daily Mail“ berichtete: Wenn Rooney am Dienstag ins Training zurückkehrt, dann stehe er am Mittwoch im Kader. Laut ManU-Trainer Sir Alex Ferguson ist Rooneys Comeback erst für den 17. April anvisiert.

Welche entscheidende Rolle Rooney auf dem Platz für den englischen Meister spielt, verdeutlichte am Samstag die 1:2-Niederlage gegen Chelsea. „Ohne Rooney sind sie nicht die gleiche Mannschaft“, stellte Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti fest, „für United ist es nicht einfach, ohne Rooney ihren Charakter und Schwung zu bewahren.“ Dimitar Berbatov sei ein anderer Stürmertyp, erklärte Ancelotti: „Dimitar ist gut, aber Rooney ist völlig anders. Er lässt sich manchmal zurückfallen, um den Ball zu bekommen, weiterzuleiten und dann kann er in jede Richtung angreifen. Er ist ein unglaublicher Spieler.“

Ostersonntag, 4. April:
Das Spitzenspiel gegen den FC Chelsea verfolgte Wayne Rooney aus einer der noblen Logen im Old Trafford. Nach seiner in München erlittenen Bänderverletzung musste der Stürmerstar tatenlos mit anschauen, wie seine Teamkollegen durch die 1:2-Heimniederlage die Tabellenführung in der Premier League an den Gegner aus London abgeben mussten. Doch glaubt man Meldungen des englischen Boulevards, dann könnte Rooney viel, viel früher als erwartet wieder für ManU auf dem Platz stehen.

Mit der Überschrift „Rooney nimmt denkwürdiges Comeback gegen Bayern ins Visier“, veröffentlichte der „Mirror“ am Samstag kurz vor Mitternacht eine Meldung in seiner Online-Ausgabe. Demnach hoffe der Mittelstürmer der „Red Devils“, mit intensiver Behandlung noch rechtzeitig für das Viertelfinalrückspiel am Mittwoch gegen die Bayern fit zu werden, zumindest als Joker. Angeblich soll er am Samstag bereits mit dem Lauftraining begonnen haben

Im „Sunday Telegraph“ hingegen nennt ManU-Coach „Sir“ Alex Ferguson den 17. April als anvisierten Termin für das Comeback seines besten Torschützens. Dann spielt der Titelverteidiger gegen den Lokalrivalen Manchester City. „Es bliebe ihm dann noch genügend Zeit, auf den Verlauf dieser Saison Einfluss zu nehmen - wenn wir uns gegen Bayern durchsetzen, hoffentlich auch im Halbfinale“, sagte der schottische Erfolgscoach der Engländer.

Ostersamstag, 3. April:
Rückschlag für Manchester United im Titelkampf der Premier League. Das Spitzenspiel gegen Chelsea London verloren die „Red Devils“ vor 75.217 Zuschauern in „Old Trafford“ mit 1:2 (0:1) und gaben die Tabellenführung an die „Blues“ ab. Joel Cole sehenswert per Hacke (20.) und Didier Drogba (79.) sorgten für eine 2:0-Führung Chelseas, die Federico Macheda (81.) nur noch verkürzen konnte.

Vier Tage vor dem Champions-League-Rückspiel gegen den FC Bayern schonte United-Trainer Sir Alex Ferguson Nani und Carrick. Für den verletzten Wayne Rooney spielte Dimitar Berbatov, der jedoch in der ersten Halbzeit wie die gesamte Mannschaft ManUs kaum in Erscheinung trat. Erst in der zweiten Hälfte wurde Manchester aktiver, nach Drogbas Abseitstor war die Partie jedoch entschieden. In der Tabelle liegen die „Red Devils“ jetzt zwei Punkte hinter Chelsea auf Rang zwei.

So spielte ManU: Van der Saar - Neville, Ferdinand, Vidic, Evra - Fletcher (86. Gibson), Scholes (72. Nani), Giggs - Valencia, Park (72. Macheda) - Berbatov

Karfreitag, 2. April:
Jetzt ist es offiziell: Manchester United muss im Rückspiel gegen Bayern auf Wayne Rooney verzichten. Der Toptorjäger des englischen Meisters wird wegen seiner in München erlittenen Sprunggelenksverletzung zwei bis drei Wochen ausfallen. Das erklärte Trainer Sir Alex Ferguson am Morgen auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz im ManU-Trainingszentrum Carrington.

Rooneys Ausfall trifft den Tabellenführer der Premier League schwer, nicht nur am Mittwoch gegen Bayern, sondern schon am Samstag (13.45 Uhr MEZ), wenn es in der Liga zum Duell mit Verfolger Chelsea London kommt. Für Rooney werde Dimitar Berbatov spielen, kündigte Ferguson bereits an. Der ehemalige Leverkusener hat bislang zwölf Saisontore erzielt, am letzten Wochenende traf er beim 4:0 gegen Bolton doppelt. Auf der Bank könnte gegen Chelsea Owen Hargreaves sitzen, deutete Ferguson zudem an. Der Ex-Bayer bestritt zuletzt vor eineinhalb Jahren (September 2008) ein Spiel für ManU, seitdem laboriert er an Knieproblemen. Vor zwei Wochen ist er ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Donnerstag, 1. April:
Am Mittag wird die offizielle Diagnose der Verletzung Wayne Rooneys veröffentlicht: Der englische Nationalstürmer erlitt in München „nur eine kleinere Bänderverletzung“ im rechten Sprunggelenk, wie ein ManU-Sprecher erklärte. Wie lange Rooney pausieren muss, bleibt aber offen. Erst am Freitag wird auf einer Pressekonferenz mit Sir Alex Ferguson Genaueres hierzu zu erfahren sein. Als Ersatz für Rooney stehen jedenfalls Dimitar Berbatov sowie der 18-jährige Italiener Federico Macheda bereit.

Ein weiteres Talent hat seinen Vertrag bei Manchester verlängert. Linksverteidiger Fabio da Silva unterschrieb bis 2014. Der 20-jährige Brasilianer kam 2008 zusammen mit seinem Zwillingsbruder Rafael zu ManU und bestritt seitdem 13 Pflichtspiele für die „Red Devils“.

Mittwoch, 31. März:
Am Tag nach dem 1:2 gegen den FC Bayern dreht sich bei Manchester alles um Wayne Rooney. Auf Krücken, den rechten Fuß in eine Schutzschiene gepackt, hatte der englische Superstar am Vorabend die Allianz Arena verlassen. In der Nachspielzeit war er ohne Einwirkung eines Gegenspielers umgeknickt und vom Platz gehumpelt. Laut einem Bericht von „Sky Sports“ hat sich der Stürmer, der ManU in München mit einem Blitztor (nach 63 Sekunden) in Führung geschossen hatte, das Sprunggelenk verstaucht. Zwei bis vier Wochen soll er ausfallen, damit stünde er im Rückspiel gegen Bayern nicht zur Verfügung.

Manchester United wollte diese Meldung jedoch nicht bestätigen. Auf ihrer Homepage schreiben die Engländer, dass die Schwere von Rooneys Verletzung „voraussichtlich erst später in dieser Woche“ feststehen werde. Am Mittwochnachmittag jedenfalls flog Rooney - weiterhin mit Krücken und geschient - mit der Mannschaft aus München zurück nach Manchester. Am Vormittag hatte ManU im Mannschaftshotel noch ein kurzes Training absolviert. Parallel zum FC Bayern bereitet sich ManU auf ein vielleicht meisterschaftsvorentscheidendes Spiel am Samstag vor. Dann empfangen die „Red Devils“ Chelsea in „Old Trafford“.

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