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Letztes Heimspiel

Noch zwei Siege bis zum Titel

Nach der Kür in der Champions League heißt es für den FC Bayern nun wieder Bundesliga-Pflicht. Vier Tage nach dem Einzug ins Finale der „Königsklasse“ bei Olympique Lyon dreht sich beim Rekordmeister ab sofort wieder alles um den nationalen Titelkampf. Im letzten Heimspiel der Saison gastiert am Samstag der VfL Bochum (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) in der ausverkauften Allianz Arena, eine Woche später folgt das Saisonfinale in Berlin.

„Die Mannschaft ist jetzt auf einer Welle der Euphorie. Das wird uns im Bundesliga-Endspurt beflügeln“, meinte Sportdirektor Christian Nerlinger vor den letzten beiden Partien, an deren Ende der 22. Meistertitel stehen soll. Schon gegen die abstiegsgefährdeten Bochumer könnte der FCB mit einem Sieg eine Vorentscheidung herbeiführen, vorausgesetzt, der punktgleiche Verfolger Schalke 04 gewinnt nicht zuhause gegen Werder Bremen.

Und so richtet sich die volle Aufmerksamkeit bei Spielern, Trainern und Betreuern auf die Partie gegen den Tabellen-16. „Man sollte jetzt abkommen von den Gedanken an Inter Mailand und die Champions League, sondern sollte sich auf den VfL Bochum konzentrieren. Das ist das nächste Spiel, das wir beeinflussen können“, betonte Bastian Schweinsteiger und freute sich auf „eines der wichtigsten Spiele der ganzen Saison. „Wenn wir gewinnen, sind wir ganz nah dran an der Meisterschaft.“

Schweinsteiger bezeichnete die deutsche Meisterschaft als „wichtigsten Titel in diesem Jahr“, aber auch als „erstes Etappenziel. Danach können wir sehen, was in den anderen beiden Finals noch drin ist für uns.“ Auch Martin Demichelis forderte die ganze Konzentration auf die Bundesliga. „Wir müssen Profis sein und nur an Bochum denken. Wir müssen am Samstag Vollgas geben. Es ist ein wichtiges Spiel. Schalke könnte gegen Bremen Punkte lassen“, bemerkte der Abwehrspieler.

Trainerwechsel in Bochum

Trainer Louis van Gaal interessiert das Fernduell mit Schalke hingegen kaum. „Wir sind nicht abhängig“, sagte der Niederländer. „Wir haben sehr viel Selbstvertrauen und können jetzt die Ernte für die Arbeit der ganzen Saison einfahren.“ Ähnlich sieht es auch Philipp Lahm, dessen vermeintlich einfache Meisterrechnung folgendermaßen lautet: „Wir stehen ganz oben in der Bundesliga, wir schauen auf uns, gewinnen unsere zwei Spiele - und dann sind wir Meister.“

Doch mit den seit zehn Spielen sieglosen Bochumern kommt am Samstag ein ganz gefährlicher Gegner in die Allianz Arena. Zwei Tage vor dem Gastspiel in München trennte sich der Revier-Klub von Trainer Heiko Herrlich, der bisherige A-Jugend-Trainer Dariusz Wosz soll nun versuchen, die einstmals „Unabsteigbaren“ vor dem sechsten Fall in die Zweitklassigkeit zu bewahren. „Die müssen fast gewinnen, das wird nicht leicht für uns“, warnte Schweinsteiger vor dem VfL.

Schönste Zeit der Saison

Das letzte Duell mit den Bochumern im Oktober 2008 ist dem Nationalspieler noch in bester Erinnerung. In der Schlussphase machten die Gäste aus einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3 und entführten einen Punkt aus der Arena. „Das darf uns nicht nochmal passieren“, sagte Schweinsteiger. „Wir müssen uns Spiel durchbringen, sie müde spielen, dann können wir zuschlagen.“ Und Lahm fügte an: „Bochum steckt im Abstiegskampf, die kämpfen mit allen Waffen. Wenn wir dagegen halten, habe ich aber überhaupt keine Angst, dass wir das Spiel nicht gewinnen.“

Van Gaal kann im letzten Spiel vor eigenem Publikum aus dem Vollen schöpfen. „Alle sind fit“, teilte der 58-Jährige am Freitag nach dem Abschlusstraining mit. Somit dürfte der in der Champions League gesperrte Franck Ribéry wieder in die Startelf zurückkehren. „Wir sind noch nicht am Ende des Wegs. Jetzt kommt die schönste Zeit der Saison“, blickte Lahm zuversichtlich auf die kommenden Wochen.

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