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Abwehr-Alarm

Zitterpartie um Demichelis und Van Buyten

Die erste Hiobsbotschaft erhielt Louis van Gaal schon am frühen Morgen. Via Telefon informierte Antoliy Tymoshchuk den Bayern-Coach, dass er sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen habe. „Er sagte, es gäbe keine Chance, dass er spielen kann. Deswegen ist er zuhause geblieben“, berichtete Van Gaal am Montagmittag in Lyon. Tymoshchuks Platz im Flieger war freigeblieben.

Die Münchner Verletzungssorgen in der Abwehr, in der ohnehin schon der Einsatz des Innenverteidiger-Duos Martin Demichlis und Daniel van Buyten gefährdet ist, spitzten sich am Tag vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon also nochmal zu. Tymoshchuk war als Ersatz eingeplant, falls Demichelis und Van Buyten ausfallen würden. Derzeit ist mit Youngster Holger Badstuber nur ein Innenverteidiger voll einsetzbar.

Außerdem ist Links-Verteidiger Diego Contento angeschlagen. „Ich denke, dass er spielen kann, aber wir müssen abwarten“, sagte Van Gaal. Abwarten heißt auch das Motto bei Demichelis und Van Buyten. Beide hatten sich am Samstag beim 1:1 in Gladbach an der Wade verletzt und werden seitdem praktisch rund um die Uhr intensiv behandelt. „Sie sind dabei, also haben wir die Hoffnung, dass sie fit werden können“, sagte Van Gaal. Eine Entscheidung über deren Einsatz wird wohl erst kurz vor dem Anpfiff fallen.

Ribéry und Pranjic gesperrt

Am Abend gab es die nächste schlechte Nachricht für Van Gaal. Miroslav Klose musste wegen eines grippalen Infekts auf das Abschlusstraining verzichten. Sicher verzichten müssen die Bayern auf die gesperrten Franck Ribéry (Rot) und Danijel Pranjic (3. Gelbe). „Wir haben viele Verletzte und viele Probleme, aber unser Wille ist groß“, bekräftige der Bayern-Coach.

An der Marschroute soll die Besetzung der Viererkette ohnehin nichts ändern, wie Torwart Hans-Jörg Butt verkündete: „Unser Ziel ist es, zu Null zu spielen, dann sind wir im Finale.“ Auch Kapitän Mark van Bommel ließ sich von den Verletzungssorgen nicht den Mut nehmen. „Es verteidigt nicht nur die Abwehr, wir verteidigen als Mannschaft.“ Der 32-Jährige setzt zudem auf die eigene Offensiv-Power: „Es ist egal, ob wir sechs Tore bekommen. Wenn wir fünf schießen, hätte dich damit kein Problem."

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