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Ribéry-Vertreter?

Altintop bereit für das große Finale

Der gesperrte Franck Ribéry kann nur auf der Tribüne die Daumen drücken, auf dem Feld könnte es Hamit Altintop als „Mann für alle Fälle“ richten, sollte er den Vorzug vor Danijel Pranjic erhalten. Im Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester vertrat er Arjen Robben, eine Runde später glänzte er in Lyon als Ribéry-Vertreter - nun will der türkische Nationalspieler im Finale von Madrid seinen Beitrag zum Triple leisten.

„Wir wollen als Mannschaft erfolgreich sein und Geschichte schreiben“, sagte der Mittelfeldmann des FC Bayern einen Tag vor der Abreise in die spanische Hauptstadt. „Ich freue mich drauf, weil man ein ganzes Jahr intensiv und hart dafür gearbeitet hat“, erklärte der 27-Jährige, dem der deutsche Rekordmeister seit seinem Wechsel 2007 ans Herz gewachsen ist. Erst recht im Erfolg.

Immer dabei

25 von bislang 56 Saisonspielen in drei Wettbewerben hat der schussstarke Mittelfeldakteur auf dem Konto, eines könnte in dieser Saison noch hinzu kommen. Zwischenzeitlich schien der gebürtige Gelsenkirchener ein bisschen ins Abseits geraten zu sein. Aber spätestens als es in die wichtigen Spiele der Saison ging, war Altintop voll da. Das schätzen auch seine Mitspieler an ihm. „Hamit hat bewiesen, dass er es kann. Er hat in Lyon ein super Spiel gemacht, kann für die Mannschaft ebenfalls sehr wichtig sein“, meinte Arjen Robben stellvertretend für die Kollegen.

„Ich war immer dabei, vielleicht für Euch nicht“, entgegnete der EM-Dritte von 2008 den Journalisten. Am Ende zu gewinnen sei das Wichtigste, betonte er. „Die persönlichen Eitelkeiten haben wir seit Wochen und seit Monaten zur Seite gelegt. Deshalb haben wir auch die entscheidenden Treffer gelandet. Das macht ein Kollektiv aus, das man miteinander an einem Strang zieht.“

Alles wird dem Finale untergeordnet

Altintops Vorfreude aufs Finale ist riesengroß, auch wenn er auf der für ihn eher ungewohnten linken Seite zum Einsatz kommen sollte. Doch schon beim Halbfinale in Lyon (3:0) löste er diese Aufgabe mit Bravour. Und schon im Viertelfinal-Hinspiel gegen Manchester United (2:1) startete der türkische Nationalspieler praktisch von 0 auf 100 durch, als er in seinem erst zweiten Pflichtspiel-Einsatz 2010 von Beginn an den leicht angeschlagenen Robben auf der rechten Seite glänzend ersetzte.

Dabei hatte es Altintop nicht immer leicht in dieser Saison, in der er „Höhen und Tiefen“ verbuchte. „Es war ungewohnt. Das eine oder andere konnte ich nicht einordnen, jetzt kann ich es“, betonte der Mittelfeldmann, der alles dem großen Finale im Bernabeu-Stadion unterordnet, auch die eigene Zukunft: Sein Vertrag läuft am 30. Juni aus.

Entscheidung nach Saison-Ende

„Ich setze meine ganze Konzentration und Energie auf das Spiel und bin ganz konzentriert“, meinte Altintop, der es als „total fatal und fehl am Platze“ bezeichnete, zum jetzigen Zeitpunkt „über die Zukunft zu sprechen.“ Er habe zwar bisher „sehr gute Gespräche“ mit den FCB-Verantwortlichen geführt, eine Entscheidung soll aber „in Ruhe“ nach der Saison gefällt werden. Immerhin: Altintop sprach schon über gemeinsame Ziele in der neuen Saison. „Ich hänge sehr an dem Klub. Aber die Perspektiven müssen dann auch stimmen.“

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