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Turin, ManU, Lyon

Bayerns Weg ins Finale

Es begann standesgemäß, zwischendurch war man plötzlich fast weg vom Fenster, um dann wieder so richtig durchzustarten. Der Weg des FC Bayern ins Finale der Champions League gleicht einer Achterbahnfahrt. Schon lange nicht mehr hat der deutsche Rekordmeister in der europäischen Königsklasse so sehr mit den Nerven seiner Fans gespielt. Schon lange nicht mehr hat der FCB am Ende aber auch so viele Herzen erobert wie in dieser Saison 2009/10. Dabei fing alles so harmlos an.

Mit 3:0 gewann das Team von Louis van Gaal das Auftakt-Match in der Gruppe A beim israelischen Vertreter Maccabi Haifa. Thomas Müller (2) und Daniel van Buyten schossen den nie gefährdeten Sieg heraus. Bayern grüßte nach dem ersten Spieltag von der Tabellenspitze. Die konnte auch nach dem 0:0 gegen Juventus Turin in der Allianz Arena verteidigt werden. „Ich denke, wir haben in dieser Saison noch nicht so ein gutes Spiel gesehen“, sah Van Gaal das Team auf einem guten Weg. Lediglich mit der Chancenverwertung haderte der Coach. „Wir haben viele hundertprozentige Chancen gehabt, aber kein Tor gemacht. Das ist sehr schade.“

Zwei Niederlagen gegen Bordeaux

Nach zwei Partien sah es also gut aus für den FC Bayern. Doch innerhalb von zwei Wochen änderte sich plötzlich die Ausgangssituation dramatisch. Gegen Girondins Bordeaux leistete man sich zwei Niederlagen hintereinander. Bei der 1:2-Pleite in Bordeaux musste der FCB ab der 30. Minute in Unterzahl auskommen. Müller sah beim Stand von 1:1 in der 30. Minute die gelb-rote Karte. Zwei Minuten vor Schluss verlor der FC Bayern auch noch Van Buyten, der glatt Rot gesehen hatte. „Das war einer Spitzenmannschaft nicht würdig“, beschrieb Mark van Bommel den mutlosen Auftritt seiner Elf.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Ohne die für jeweils ein Spiel gesperrten Van Buyten und Müller verloren die Roten zwei Wochen später in der Allianz Arena erneut gegen Bordeaux. Dieses Mal 0:2. Zwei Spieltage vor Ende der Gruppenphase lag der FC Bayern mit vier Punkten auf Rang drei mit klarem Rückstand hinter Juventus (8) und Bordeaux (10). „Wir sind noch nicht raus. Wir haben noch eine kleine Chance“, sagte Van Gaal damals. Doch dazu benötigte man auch die Schützenhilfe aus Bordeaux.

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