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'Ein großartiger Erfolg'

FC Bayern begrüßt Financial Fairplay

Nicht mehr Geld ausgeben, als man einnimmt - die Maxime, nach der sich der FC Bayern an der nationalen und internationalen Spitze etabliert hat, wird künftig auch europaweit von zentraler Bedeutung sein. Das Exekutivkomitee der UEFA verabschiedete am Donnerstag in Nyon einstimmig neue Regelungen zur Klublizenzierung und zum finanziellen Fairplay. „Die Philosophie ist, dass man nicht mehr Geld ausgeben kann, als man erwirtschaftet“, erklärte UEFA-Präsident Michel Platini.

Karl-Heinz Rummenigge, der als Vorsitzender der European Club Association (ECA) jahrelang die Schaffung einer solchen finanziellen Regelung auf europäischem Niveau vorangetrieben hatte, begrüßte das Konzept. „Das ist ein großartiger Erfolg. Im Namen der European Club Association möchte ich der UEFA und besonders Michel Platini für diese Initiative danken, die, wie ich glaube, in die richtige Richtung geht“, sagte er.

Schrittweise Einführung

Bayern-Vorstand Karl Hopfner war als Mitglied der eingesetzten Task Force maßgeblich an der Ausgestaltung des „Financial Fairplay“ beteiligt. Rummenigge bezeichnete die neuen Regeln als „substanziellen Schritt nach vorne“. Es seien nun Maßnahmen ergriffen worden, „die dem europäischen Klubfußball den Weg in ein verantwortungsvolleres Geschäftsgebaren und dadurch auch in ein zukunftsträchtigeres geebnet haben.“

Nach einer schrittweisen Einführung über drei Jahre (2010, 2011, 2012) tritt der Kernpunkt der Regelungen, die Notwendigkeit zum Ausgleich der eigenen Bilanz, zur Saison 2012/13 in Kraft. Zunächst werden alle Vereine in Champions League und Europa League dazu verpflichtet werden, ihre Bilanzen auszugleichen und ein Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben zu erzielen.

'Nicht bestrafen, sondern schützen'

Auf lange Sicht soll dies ohne das Geld von Investoren à la Roman Abramowitsch erfolgen. In einer Übergangszeit von 2013/2014 bis zur Saison 2015/2016 sind Investitionen in einer Höhe von insgesamt 45 Millionen Euro erlaubt - allerdings nur, um Verluste auszugleichen. „Wir fangen heute damit an, wieder Stabilität und ökonomische Vernunft in den Fußball zurückzubringen“, sagte Platini.

Sollte sich ein Klub nicht an das vereinbarte „Financial Fairplay“ droht ihm im Extremfall der Ausschluss von Europacup-Wettbewerben. Platini betonte aber: „Unsere Intention ist nicht, die Klubs zu bestrafen, sondern sie zu schützen.“ Überwacht werden die Klubfinanzen von einem unabhängigen Kontrollgremium, das die Unterlagen der Lizenzbewerber untersuchen und bewerten wird.

Wirtschaften mit 'gesundem Menschenverstand'

Die Verabschiedung der Regularien sei der Beginn einer „wichtigen Entwicklung für die Finanzen der europäischen Fußballvereine“, sagte der UEFA-Präsident, „wir bringen die Stabilität und den gesunden, wirtschaftlichen Menschenverstand wieder zurück in den Fußball.“

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