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Erster holländischer Meistertrainer

Louis van Gaal: 'Ich bin sehr stolz'

Er ist der erste holländische Meistertrainer der Bundesliga, hat als Trainer inzwischen in drei europäischen Ländern (Holland, Spanien, Deutschland) den nationalen Titel geholt, ist insgesamt siebenfacher Meister. Nachdem er am Samstag in Berlin erstmals Hand an die deutsche Meisterschale gelegt hatte, stand der 58-Jährige Rede und Antwort und sprach über die Saison, seine Mannschaft und die kommenden Endspiele.

Louis van Gaal im Interview:

Frage: Wie ordnen Sie den ersten Titel in München in Ihre bisherigen Erfolge ein?
Van Gaal: „Jede Meisterschaft ist natürlich unglaublich. Vor allem im ersten Jahr. Ich habe das auch in Barcelona geschafft und hier wieder. Und dass ich der erste holländische Trainer bin, der deutscher Meister ist, darauf bin ich auch stolz. Aber Sie müssen wissen, dass ich das nicht allein mache, ich habe einen großen Stab.“

Frage: Welche Unterschiede gibt es zu vorherigen Titeln?
Van Gaal: „Ich war jetzt mit vier verschiedenen Mannschaften in drei Ländern Meister. Und jeder Titel hat etwas Besonderes. Mit Ajax habe ich drei nacheinander geholt, da habe ich etwas aufgebaut. Das ist ein anderer Prozess gewesen als hier. In Barcelona musste ich im ersten Jahr auch viele Sachen überwinden. Und mit AZ Alkmaar, einem kleinen Verein mit jungen Spielern, die noch nichts gewonnen hatten, war der Titel eigentlich die größte Leistung.“

Frage: Hat Sie das eine Jahr in Deutschland verändert?
Van Gaal: „Ich hatte schon in der ersten Pressekonferenz gesagt, dass mein Charakter hier sehr gut passt. Ich bin noch immer dieselbe Persönlichkeit wie vor 20 Jahren, aber ich habe gelernt, kann Situationen besser erkennen und einschätzen.“

Frage: Wie hat der holländische Fußball den neuen Meister beeinflusst?
Van Gaal: „Wir sind auf eine Weise Meister geworden, wie es nicht viele vorher geworden sind. Wir spielen sehr attraktiv, immer angriffsorientiert, immer mit viel Pressing. Am wichtigsten ist, dass wir in allen Kategorien gewonnen haben. Wir haben die meisten Tore geschossen, die wenigsten bekommen.“

Frage: Warum haben Sie keinen Ihrer Stars in Berlin geschont?
Van Gaal: „Weil ich in diesem Rhythmus bleiben will. Das ist wichtig. Wir haben alles gewonnen in den entscheidenden Monaten April und Mai. Ich habe zum Beispiel Ribéry 60 Minuten spielen lassen und 30 geschont. Und ich habe Altintop 30 Minuten gegeben, weil er normalerweise das Champions-League-Finale spielen muss.“

Frage: Wie sehen Sie jetzt die beiden folgenden Endspiele?
Van Gaal: „Jeder Spieler will dieses Spiel gegen Bremen spielen und gewinnen. Noch mehr das Champions-League-Finale. Das Problem ist, die beste Taktik zu wählen, damit jeder am besten spielen kann.“

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