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Siebeneinhalb Bayern zur WM!

Löw holt auch Butt, Badstuber und Müller

Joachim Löw setzt beim WM-Turnier in Südafrika auf einen großen Block des FC Bayern. Gleich sieben Spieler des designierten Deutschen Meisters hat der Bundestrainer in seinen vorläufigen Kader für das Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli nominiert, darunter auch Schlussmann Jörg Butt und die beiden Shootingstars Thomas Müller und Holger Badstuber. Letztgenannter ist neben Dennis Aogo vom HSV der einzige Akteur noch ohne A-Länderspiel.

Darüberhinaus gehören erwartungsgemäß Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Mario Gomez und Miroslav Klose zum erweiterten 27-Mann-Aufgebot. Auch die Leverkusen-Leihgabe Toni Kroos, der Sommer zum FCB zurückkehrt, ist von Löw berufen worden. Spätestens am 1. Juni muss der Bundestrainer seinen endgültigen Kader mit 23 Spielern melden.

74 mit 7 Bayern zum Titel

„In der Nationalmannschaft gab es die letzten Jahren immer wieder Blockbildung“, sagte Löw bei der Vorstellung seines WM-Kaders. „Und die Bayern sind dieses Jahr sehr dominant aufgetreten, gerade in den internationalen Spielen.“ Zum Vergleich: Im Jahr 1974 ist die deutsche Nationalmannschaft mit sieben Bayern im Kader Weltmeister geworden.

Nach der verletzungsbedingten Absage von Rene Adler, der als Nummer eins in das Turnier gehen sollte, sei die Wahl schnell auf Bayern-Schlussmann Butt als Nachrücker gefallen, berichtete Löw. „Er hat auch schon Turniererfahrung und in dieser Saison hervorragende Spiele geleistet. Er hat sehr konstant, seriös und klar gespielt und kommt mit viel Selbstvertrauen“, sagte der Bundestrainer über die sportlichen Gründe.

Butt als Nummer 1?

Darüberhinaus spreche für Butt seine enorme Erfahrung: „Er ist von seiner Persönlichkeit so reif, dass er anderen Spielern den Rücken stärken kann.“ Löw wollte sich nicht auf eine Reihenfolge bei den drei Keepern Manuel Neuer, Tim Wiese und Butt festlegen: „Wir werden uns in Ruhe darüber unterhalten.“ Butt gehörte bereits zum Kader bei der WM 2002 und der EM 2000. Bislang hat er drei Länderspiele bestritten, damit eins mehr als seine beiden Konkurrenten Neuer und Wiese.

Erst einen Einsatz im DFB-Team hat Müller. Der 20-Jährige debütierte Anfang März beim Länderspiel gegen Argentinien und wurde von Löw als einer Art „Allzweckwaffe" in der Offensive nominiert. „Thomas ist flexibel einsetzbar. Er ist ausgestattet mit viel Instinkt und Raffinesse, er geht ständig in die Tiefe und ist bei allen Aktionen in vorderster Front mit dabei. Er ist immer dort anzutreffen, wo Gefahr herrscht. Und: Er schießt Tore. Das macht ihn so wertvoll.“

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