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'Beim nächsten Finale ist er dabei'

Ribéry bedankt sich für Bayerns Einsatz

Karl-Heinz Rummenigge hatte die Angelegenheit zur Chefsache gemacht. Bis zum Schluss warf der Vorstandsvorsitzende persönlich alles in die Waagschale, um Franck Ribérys Sperre für das Finale der Champions League aufzuheben. Auch am Montag reiste er mit dem Franzosen und Bayern-Anwalt Dr. Gerlinger nach Lausanne, um beim internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung einzulegen - leider ohne den erhofften Erfolg.

„Es war ein sehr ausführlicher und aus meiner Sicht auch sehr fairer Prozess, er hat fast drei Stunden gedauert. Das Ergebnis ist bekannt“, berichtete Rummenigge am Dienstagvormittag an der Säbener Straße. Die CAS hatte am Vorabend den Berufungsantrag mit der Begründung zurückgewiesen, dass man sich aus rechtlichen Gründen nicht in der Lage sehe, eine eigene Bewertung des Foulspiels von Ribéry an Lisandro Lopez im Halbfinal-Hinspiel gegen Lyon vorzunehmen und dementsprechend der UEFA eine eigene Bewertung zugestanden habe.

Nicht lamentieren

Kurzgesagt: Ribérys Sperre bleibt bestehen und der Franzose muss nun endgültig das Endspiel gegen Inter Mailand als Zuschauer verfolgen. „Wir haben in allen drei Instanzen, sowohl bei den zweien der UEFA als auch jetzt bei der CAS, extrem die Interessen von Bayern München vertreten. Das waren wir Franck, den Fans und auch dem FC Bayern schuldig. Trotzdem müssen wir respektieren und auch akzeptieren, dass unser Ziel nicht erreicht wurde“, sagte Rummenigge.

Der Bayern-Boss bekräftige aber, dass man weder kritisch geschweige denn polemisch auf das Urteil des CAS reagieren werde. „Wir werden auch nicht lamentieren, dass mit Franck am Samstag ein sehr wichtiger Spieler nicht zur Verfügung steht.“ Ein Verlust ist der Ausfall des 27-jährigen Ausnahmespielers aber allemal, doch vielleicht gelingt es Hamit Altintop ihn auch gegen Inter so gut zu vertreten wie beim Halbfinal-Rückspiel in Lyon. Der Türke wird wahrscheinlich auch im Finale die Position von Ribéry übernehmen, wie Trainer Louis van Gaal zuletzt angedeutet hat.

Rummenigge optimistisch für Vertragsverlängerung

Für Ribéry indes bleibt nur die große Enttäuschung, das wichtigste Spiel im europäischen Vereinsfußball als Zuschauer verfolgen zu müssen. „Franck war traurig und enttäuscht, das Finale am Samstag nicht bestreiten zu können“, berichtete Rummenigge. Ribéry habe sich auf dem Rückflug dafür bedankt, „dass der Verein sehr für ihn gekämpft hat.“

Rummenigge glaubt, dass der Einsatz der Bayern vor dem Gericht ein weiterer Pluspunkt beim Kampf um die Zukunft Ribérys sein könnte. „Er hatte die letzten Wochen keine einfache Zeit, und ich glaube er weiß sehr wohl, welche Qualität und Loyalität die Bayern-Familie hat“, sagte der FCB-Boss, der sich einmal mehr „durchaus optimistisch“, gab, „dass Franck nicht nur nächste Saison beim FC Bayern spielen wird, sondern auch darüber hinaus.“

Die Bayern wollen Ribérys Vertrag, der am 30. Juni 2011 ausläuft, verlängern. Rummenigge kündigte diesbezüglich baldige Gespräche an. Und dann könne Ribéry weitere Endspiele mit dem FCB erreichen: „Ich bin sicher, dass es nicht das letzte Mal sein wird, dass der FC Bayern ein Finale erreichen kann. Und beim nächsten Mal wird er zusammen mit der Mannschaft auf dem Platz stehen und sein großes Ziel erreichen.“

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